(2.2)
So würde ich die verschiedenen Aspekte meines Austausches bewerten:
Das Vorbereitungs Seminar, war sehr gut organisiert und hilfreich. Man bekommt die Möglichkeit mit ehemaligen zu sprechen kann sich gut vorbereiten. Auch habe ich viele neue Leute kennengelernt.
Nun zu meinem Austauch:
Die Betreuung vor Ort war in den ersten Wochen sehr schwierig. Meine Situation wurde häufig nicht vollständig erfasst, und ich hatte teilweise das Gefühl, dass strukturelle Probleme eher mir zugeschrieben wurden und meine Probleme nicht ernst genommen wurden. Nach einem Gastfamilienwechsel hat sich die Betreuung jedoch deutlich verbessert und war dann insgesamt zuverlässig und unterstützend. Mein Eindruck ist, dass die Qualität der Betreuung stark von der jeweiligen Person vor Ort abhängt.
Die Schule war insgesamt in Ordnung. Der Unterricht ist oft weniger anspruchsvoll als in Deutschland, dafür bekommt man einen guten Einblick in das Schulsystem und hat die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Viele Mitschüler sind nicht ganz so interessiert, da Austauschschüler schon zur Routine gehören, wenn man aktiv auf sie zugeht ist es aber gut möglich Anschluss zu finden. Wichtig ist es, interessiert zu sein.
Nun zu meiner Gastfamilie. Die erste Gastfamilie entsprach nicht dem, was man sich unter einem klassischen Austausch vorstellt. Durch vier Austauschschüler in einer Familie gleichzeitig und eine räumliche Trennung vom Familienleben war die Integration stark eingeschränkt. Deswegen habe ich meine Gastfamilie gewechselt. Nach dem Wechsel hatte ich eine deutlich passendere Familie mit mehr Einbindung in den Alltag und besseren Möglichkeiten, Spanisch zu lernen.
Dort konnte ich eine sehr schöne authentische Erfahrung machen.