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(4.0)

die vorbereitung war mehr als ausführlich. all die regeln wusste man quasi schon vorher, doch alles wurde nochmal durch post, das vorbereitungswochenende und das softlanding camp verinnerlicht, was vielleicht ein bisschen zu viel war. dennoch hätte man die chance bei den treffen viele fragen zu stellen, die nur von leuten beantwortet werden konnten, die selbst ein auslandsjahr beziehungsweise auslandsaufenthalt gemacht haben, was einem sehr weiter geholfen hat. auch dadurch, dass wir mehrere leute waren, wurden fragen von anderen gestellt, auf die man selbst vielleicht gar nicht gekommen wäre, die aber dennoch sehr interessant waren.
die betreuung ist sehr gut. als man noch zu hause war konnte man bei fragen immer der organisation schreiben oder anrufen und die fragen wurden alle beantwortet. beim vorbereitungswochenende und im softlanding camp war immer jemand vor ort, der sich um uns gekümmert hat. in kanada selbst hatte ich in meiner ersten gastfamilie schwierigkeiten und habe mich sehr unwohl gefühlt. ich wusste, dass ich zu der koordination gehen und ihr davon erzählen konnte, ich habe mich allerdings erst nicht wirklich getraut. deshalb erzählte ich den anderen internationalen schülern an meiner schule davon, die mir aber alle rieten zum student service oder zu der koordinatorin zu gehen, weshalb ich noch am gleichen tag eine e-mail schrieb. ich telefoniere mit ihr und erzählte von den problemen in der gastfamilie. erstmal tat sich nichts aber ich erzählte außerdem dem student service an meiner schule davon, genauso wie meiner englischlehrerin, die mich des öfteren gefragt hatte, ob alles okay bei mir sei. bei einem treffen von der organisation bat die chefin der organisation vor ort um ein gespräch, da sie mitbekommen hatte, dass ich mich sehr unwohl fühle. das alles lief letztendlich auf einen familienwechsel hinaus, der ziemlich schnell ging. an einem tag bekam ich informationen über zwei potentielle gastfamilien, am nächsten tag entschied ich mich, am gleichen abend erhielt ich die bestätigung und am nächsten tag nach der schule war ich schon in der neuen familie. die neue familie ist das beste was mir passieren konnte und ich fühle mich sehr wohl hier. das war alles nur durch die betreuung vor ort möglich. die familie übernimmt sehr viel mit mir, wir schauen fast jeden abend zusammen fernsehen und am wochenende unternehmen wir auch fast immer etwas. ich werde fast wie das eigene kind behandelt. ich habe hier eine zwei jahre jüngere gastschwester, mit der ich mich sehr gut verstehe. meine gasteltern versuchen alles mögliche, damit ich mich hier wohl fühle und fragen immer wieder ob mir zum beispiel im zimmer etwas fehlt etc.
die schule auf die ich gehe ist sehr groß. zwar gibt es eine französische und eine englische seite, es sind also zwei schulen, dennoch hat es eine weile gedauert mich hier zurecht zu finden. da die schule von 9:16 uhr bis 15:46 uhr geht, verbringt man dort eigentlich die meiste zeit. da ich mich auch noch für die schulmanmschaften eingetragen hab, bleibe ich dienstags und donnerstags bis 18:00 uhr in der schule plus die tage an denen wir gegen andere schulen spielen, an denen wir erst spät nach hause kommen. die lehrer sind alle sehr freundlich und nahmen am anfang des jahres etwas rücksicht. auch die schüler sind alle sehr offen und beziehen einen viel mit ein. schon nach sehr kurzer zeit hatte ich freunde gefunden, mit denen der lange schultag etwas kürzer erscheint. da mein gastvater in meiner schule arbeitet und meine gastschwester auch dort auf die schule geht bin ich also immer unter freunden und hab gleichzeitig meine familie in der schule.
alles in einem bin ich hier sehr glücklich und das jahr hier ist ein unvergessliches erlebnis.


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