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Andre | 2003/2004 | USA / Michigan / Tecumseh

Über mich

Ich bin Andrea und lebe seit August 2003 in Tecumseh/Michigan. Das erste Mal hörte ich von der Möglichkeit Schüleraustausch, als ich in der 7. Klasse war. Ich wollte immer schon mal ins Ausland, ohne meine Eltern, meine eigenen Erfahrungen machen, und da ich mir nicht sicher war, ob ich je die Möglichkeit haben werde, an einem von der Schule organisierten Austausch teilzunehmen, war ich gleich total begeistert von der Idee. Ein Jahr, okay ist lang - aber cool. Neue Schule - na ja, vielleicht, ich hatte ja noch 2,5 Jahre Zeit, mir Gedanken zu machen. Irgendwie wusste ich aber von dem Zeitpunkt an, als ich das erste Mal von der Möglichkeit gehört habe, ja, das willst Du machen!

Die lieben Schulnoten

Die 7. Klasse, war jetzt nicht so schwer, meine Noten waren mittelmäßig, 8. klasse, mittelmäßig bis schlecht, und dieser Trend hat sich dann fortgesetzt. Ich glaube, es war Anfang November 2002, als ich mir noch mal ernsthafte Gedanken gemacht habe. High School-Jahr: Ja, oder nein. Da mir die Idee schon lange im Kopf herumgespukt ist, habe ich mich entschieden, es zu probieren, trotz meiner Noten.

Welche Organisation?

Zuerst STS, ich bin zwar genommen worden, aber irgendwie wurden die Unterlagen verwechselt und anstatt meiner Zusage habe ich einen weiteren Katalog zugeschickt bekommen. Und ich habe gedacht: okay, war wohl nichts. Um sicher zu gehen, hat meine Mutter daraufhin im STS Büro angerufen, die das Versehen dann aufklärten. In der Zwischenzeit habe ich mich aber bereits bei Kompass beworben und mein 2. Bewerbungsgespräch stand vor der Tür. Ich muss sagen, ich war nicht mehr ganz so aufgeregt wie das erste Mal, schließlich glaubte ich, die Fragen zu kennen und wusste, dass ich des letzte Mal auch bestanden hatte, trotz Zeugnis. Nach dem Bewerbungsgespräch wurde mir dann gleich gesagt, ich wäre wohl genommen, nur meine Noten müssten sich verbessern. Gut! Daraufhin habe ich STS abgesagt, denn ich habe zuvor schon zwei Sprachreisen mit Kompass gemacht und war ziemlich zufrieden. Ich hab jedoch nicht gleich zugesagt, immerhin habe ich mich noch ein drittes Mal beworben. Und zwar bei Treff. Es war mir schon fast peinlich, als ich nun da saß und meine ganzen Antworten schon kannte. Und auch auf die Frage, ob ich mich schon anderswo beworben habe, wusste ich nicht wirklich, was ich sagen sollte. Ich wollte ja keinen schlechten Eindruck machen, immerhin bin ich ja bei beiden akkzeptiert worden. Aufgrund der Tatsache, dass ich nicht mehr das Gefühl hatte, unter dem Druck zu stehen, das Bewerbungsgespräch bestehen zu müssen, war ich weniger verkrampft und darauf bedacht zu sagen, was sie hören wollten. Ich war mehr ich selbst als in den ersten beiden Gesprächen. Und ich wurde wieder genommen!

Organisation TREFF

Das war dann auch der Grund, warum ich mich für Treff entschieden habe. Ich hatte ja auch außerdem das Gefühl, dass ich mehr ich selbst war, als ich mich beworben habe, als bei Kompass Daher musste ich schweren Herzens Kompass absagen. Von da an ging alles relativ schnell. Mein Lehrer hatte einen sehr freundlichen Kommentar über mich ausgefüllt, ich hatte einen Termin bei meinem Arzt gemacht für restliche Impfungen und sein Statement. Ich schrieb einen Bericht über mich, begann, die ganzen Regeln zu lesen und zu unterschreiben, meine Eltern verfassten einen Aufsatz über mich. Ich habe eine Collage zusammengestellt, und kurz nach Weihnachten waren meine Unterlagen auf dem Weg nach Reutlingen. Ein oder zwei Monate später bekam ich einen Brief mit der Information, dass wohl alle Unterlagen ASA vorliegen, und die jetzt nach einer geeigneten Gastfamilie suchen. In diesem ganzen Trubel um Bewerbungsunterlagen ist mir irgendwie nicht wirklich klar gewesen, wofür ich das alles mache, dass ich nun 10 Monate weggehen würde. Und als ich diesen Brief gelesen habe, dachte ich nur schxxxx des geht aber schnell. Nun ja.

Meine Gastfamilie

Sechs Wochen später kam die nächste Überraschung. Ich erinnere mich, ich kam aus der Schule, es war ein Donnerstag, ich war so müde, dass ich mich erst mal hingelegt habe und versuchte, zu schlafen. Plötzlich kommt meine Mutter in mein Zimmer: Rate mal wer angerufen hat. - Keine Ahnung. -Treff! Sie haben eine Gastfamilie. - Was? Jetzt schon?! Ich dachte erst gegen Juni oder so. Die haben sich vorgestellt, dass du zuerst bei einer Familie wohnst und dann nach fünf Monaten zur Schwester ziehst, und nun wollen sie wissen, ob du das machen willst oder lieber noch wartest, sagte meine Mutter. Okay! Zwei Gastfamilien?! Nie im Leben. Naja, andererseits, wenn ich sie jetzt schon habe, weiss ich jetzt schon, wohin ich komme und kann bereits Kontakt aufnehmen. Und ob mich das Umziehen so stört, weiß ich ja jetzt auch noch nicht. Immerhin kann ich mir das noch gar nicht vorstellen, ist noch so unwirklich. Ich habe daraufhin lange mit meinen Eltern und meiner besten Freundin hin und her diskutiert und mich dann schliesslich entschieden, den Wechsel zu machen. Die nächste Woche kam mir soooo lang vor. Ich habe die ganze Zeit auf den Brief gewartet, in dem steht wo ich hinkomme. Treff konnte mir keine Auskunft geben, weil meine Entscheidung nicht davon abhängen sollte. (Insgeheim hatte ich ja auf Südstaaten wie Florida, Carolina oder so gehofft.) Irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr abwarten und habe bei Treff angerufen.

Mein Bundesstaat

Michigan! Detroit Ich habe mir nur gedacht: Mist! Da wollte ich im Schüleraustausch aber ganz sicher nicht hin. Alles, was ich bisher von Michigan wusste war: Eiskalte Winter, Downtown Detroit, viel Autoindustrie… und Eminem! Als ich und mein Bruder nämlich das erste Mal darüber diskutiert haben, wo ich wohl landen werde, war für ihn klar: Detroit! Ich werde dort Eminem treffen, umringt von D12 und ihm ein Autogramm besorgen. Und nun hatte ich es, nun ja noch nicht schwarz auf weiss, aber fast, es war Detroit. Irgendwo war ich schon sehr enttäuscht. No way! Ich will nicht nach Detroit! Dann: Der heißersehnte Brief: Okay, the nightmare continues: Auf dem Land! Total auf dem Land, und wirklich aussprechen konnte ich den Namen der Stadt auch nicht: Tecumseh! Aber damit nicht genug. Ich wusste, ich würde drei Geschwister etwa in meinem Alter haben, und ich hatte so auf eine Schwester gehofft. Evan 10, Travis 16, Jeremiah 18. Ich habe daraufhin einen Brief geschrieben und sie um eine Emailadresse und Fotos gebeten, keine Reaktion.

Ein Lebenszeichen

Eines Tages komm ich dann von der Schule heim, meine Mutter war wohl morgens nicht da, daher hat der Postbote ein an mich adressiertes Paket unseren Nachbarn gegeben, die mir gleich erzählten es sei aus Amerika. Ein Paket? aus Amerika? Cool! Von Familie B. Okay, meine Gastfamilie fing mit F. an, also schloss ich mal daraus dass das Paket von meiner zweiten Gastfamilie ist. Inhalt: Fotos aus Tecumseh (Oh mein Gott, des sieht ja aus wie vor hundert Jahren, so pretty! Überhaupt nichts von Großstadt, Industrie...), Amerikasocken, eine Amerika Fahne und ein Amerika T-shirt, Briefe von Connie (meiner zweiten Gastmutter) und Samantha (Gastschwester!!!). Voller Enthusiasmus hab ich also zurück geschrieben, und keine Reaktion. Ich habe daraufhin probiert, meine erste Gastfamilie anzurufen, bin aber wohl am Arbeitsplatz meines Gastvaters gelandet. Ich wusste nicht wirklich, was ich sagen wollte, hab einfach nur nach Gregs Nummer gefragt. Stolz hab ich dann probiert, meine vermeintliche Gastfamilie anzurufen, aber die Stimme am anderen Ende meldete sich mit Tecumseh highschool Oh mein Gott! Was mache ich bloß. Also: Area rep angerufen und endlich die richtige Nummer herausgefunden! Anrufbeantworter. Noch mal probiert: Wieder Anrufbeantworter. Schließlich, als ich die Hoffnung fast aufgegeben hatte, meldet sich jemand. Hello? Eh... hello..... I am Andrea from Germany..... ehm.....I will be your exchange student.... Ery? Was?! eh...What? my name is Andrea... Oh Andrea, I thought you were Ery, our other exchange student who just left. Naja, am anderen Ende war meine Gastmutter, Pam. Sie waren in Indiana und deshalb nicht zu erreichen. Sie hat mich gleich gefragt ob ich im April nach Florida mit ihnen fliegen will. Juhu! Florida! Seit dem konnte ich es kaum erwarten!

Goodbye Germany

Abschied. Das war traurig! Am Freitag, 8. August (der Geburtstag von meiner Mutter)! 7:50 Uhr Start in München. Montag davor habe ich noch mal n paar Freunde zum Grillen eingelanden, Dienstag war ich bei meiner Uroma zum Kaffetrinken, anschliessend aß ich mit einem Freund das letzte Mal Eis, Mittwoch ein letztes Mal Schwimmen und Bräunen am Olchinger See (unser örtlicher See), Donnerstag packen, abends Familien-Essen im bayerischen Stil, Verabschieden von Oma, Uroma, Grossvater und seiner Frau, Tante, Onkel, Cousine. Dann feierten wir in den Geburtstag meiner Mutter rein, und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Eine letzte Weißwurst mit meinem Vater, und ab Richtung Gate. Ich war Gott sei Dank viel zu aufgeregt, um zu realisieren, dass ich mich für zehn Monate verabschiedete. Wir flogen nach Frankfurt und weiter nach Washington D.C. Der Aufenthalt in Washington D.C. war der schlimmste Teil der Reise.

Tränen in Washington D.C.

Ich wusste, ich hatte sechs Stunden Aufenthalt, aber ich habe mir nie Gedanken drüber gemacht, was ich alleine am Flughafen machen soll. Zwei andere Mädels mussten etwa genausolange warten, wir konnten etwa zwei Stunden zusammen verbringen. Doch kaum hatten wir uns hingesetzt und über unsere Erwartungen gesprochen, kamen mir aus heiterem Himmel die Tränen, Zehn Monate! Was, wenn nicht alles so läuft wie es soll? Ich kann ja nicht einfach zurück. Rike und Liz haben dann probiert, mich zu trösten, aber es war einfach in dem Moment alles egal. Ich war hundemüde, realisierte, wo ich bin, bei schlechtem Wetter am Flughafen von Washington D.C., weit weg von daheim und allein! Die anderen Gastschüler sind zusammen geblieben, bis sie in Orlando von ihren Familien abgeholt wurden. Boarding sollte um 21.00 Uhr beginnen, plötzlich Flight delayed! Was? Oh mein Gott, was zu Teufel heißt delayed?! Mein Wörterbuch war leider nicht in meinem Handgepäck. Nach einer Stunde dann Abflug! Und ich hatte sogar einen Fensterplatz, aber obwohl ich in wenigen Minuten meinen Area Representative (von dem ich gehört hatte, dass er mich abholt) treffen würde, bin ich einfach eingeschlafen. Erst als der Landeanflug begann und mich meine Nachbarin aufweckte, ich solle mich doch anschnallen, wurde ich total nervös. Rike hatte an alles gedacht, sogar an wasserfesten Mascara, dass wir heulen konnten und man uns dass nicht ansehen würde. Aber ich dachte nur: Wie gut, dass meine Gastfamilie nicht da ist, um mich abzuholen, so wie ich aussehe, mache ich keinen wirklich guten ersten Eindruck.

Überraschung

Aber wer steht mir plötzlich mit Welcome Andrea Schildern gegenüber? Meine Gastmütter, mein erster Gastvater und der Mann meines Area Representatives! Ich war so glücklich, endlich da zu sein, aber ich hatte nicht erwartet, so überrumpelt zu werden:How was the flight? When did you leave in Germany? Are you tired? Okay, I am tired, and I just wanna go to bed! Ich bin dann auch prompt auf dem Rücksitz des Autos eingeschlafen.

Die erste Woche

Ich hasse diesen blöden Jetlag! Am nächsten Tag (ich war erst um 0.30 Uhr daheim) also etwa 12 Stunden später, gab es die erste Mahlzeit, und wie sollte es anders sein: McDonalds! Dann haben mich meine Gastmütter, Samantha, Travis und Evan zum Einkaufen geschleppt und obwohl ich kaum etwas wahr genommen habe, wurde mir dann doch ziemlich schnell klar, dass hier alles anders ist als - sagen wir mal - in Europa! Weitere Events, die ich hier noch vor Schulbeginn erlebt habe, sind Ausflüge an einen See mit der Kirche (ich bin nicht wirklich sehr religiös, aber das wird sich im Laufe dieses halben Jahres zwangsweise ändern) und die Fair! Eine Ausstellung in Adrian von den schönsten Pferden, Ziegen, Schafen, Lamas, Kühen des Lenawee counties, in die meine zweite Gastfamilie (Bauern!!!) sehr involviert war. Dann musste ich eine Woche zu meinem Area Representative, eine Frau, mit der ich mich auf Anhieb nicht verstanden habe. Am Telefon war sie echt nett, aber als wir uns trafen, lag Antipathie in der Luft. Puh! Streng bis zum geht-nicht-mehr, erzählte sie sehr merkwürdige Geschichten über andere Austauschschüler. Ich war so froh, als die Woche vorbei war.

Schule

Dann: Schule, AWESOME! Schule hier ist so easy, Lehrer sind superfreundlich, das Verhältnis zwischen Schülern und den meisten Lehrern ist spitzenmäßig! Und man kann sich seine Fächer aussuchen (naja, soweit man nicht durch ASA Regeln eingeschränkt ist): Englisch 12 (ich bin hier ein Senior!), Chemistry (hatte die Wahl zwischen Chemie und Physik), Government/ Economics (Pflicht), Mixed Media (Kunst), Math (Pflicht), US history/ zweites Halbjahr: Tecumseh/Michigan history (Pflicht) und Französisch (was sich doch sehr von Deutschland im Niveau unterscheidet). Ich werde jetzt im zweiten Halbjahr mit Lacross anfangen, ausserdem nehme ich hin und wieder an Frenchclub oder International Club Aktivitäten teil. Als Senior habe ich mir Seniorpictures machen lassen, wie ein Fotoshooting, als Erinnerung an die Highschool Zeit, was man auch ins Jahrbuch drucken lassen kann. Aber statt einen teuren Photographen zu bezahlen, hat meine Tante (zweiteGastmutter) das für mich gemacht - das Ergebnis war sehr gut. Zudem habe ich mit einer Cousine noch Tanzstunden genommen, die leider viel teurer sind als in Deutschland. Und das größte Event: Christmas dance! Ein Ball, wo sich jeder sehr formal kleidet, lange Kleider, Sakkos ect., noch edler als ein Abschlussball von der Tanzschule. Das war ein Erlebnis, viele der Mädchen haben sich extra ihre Haare vom Friseur machen lassen. Ich sag nur Wow! Sehr Amerikanisch! Das Ganze hat in unserer Cafeteria stattgefunden und war ein echtes Highlight! Die meisten Schulen allerdings hatten ein Homecoming dance, den wir nicht hatten die Indians (Schulmaskottchen) sind eben was Besonderes. Apropos Schulmaskottchen, Schoolspirit, oh my god! Jeder hat Klamotten in in den Schulfarben (schwarz und orange) und zum Basketball- und Footballspielen trifft sich immer eine ganze Gruppe Indians, die dann den Jungle bilden, eine große Schülergruppe, die am Feldrand herrumspringt (wie Affen im Dschungel), um die Indians anfeuern oder bei einem Freiwurf die Gegner zu irritieren.

Kirche

Während der ersten Informationsveranstaltung von Treff habe ich einen kurzen Kommentar gelesen, dass meine Gastfamilie doch wohl sehr religiös sei. Nun, das kann man von mir nicht gerade behaupten. Im Jahr vor der Konfirmation (8.Klasse) bin ich zweimal im Monat zur Kirche gegangen, sonst eigentlich nur Weihnachten, und empfand das als viel Inzwischen kann ich über des bisschen Kirche fast lachen: Ich bin in der Nacht von Freitag auf Samstag hier angekommen, und Sonntag musste ich das erste Mal in die Kirche, trotz Jetlag. Um meine Gasteltern nicht zu enttäuschen, bin ich die folgenden Sonntage auch gegangen. Dann fing die Sonntagsschule an, wo wir alle nach Alter eingeteilt wurden und über Gott und die Welt reden sollen. Und plötzlich habe ich mich auf jeden Sonntag gefreut. Die Jugendgruppe besteht etwa aus zehn Personen, und die sind alle sehr nett. Neulich haben wir probiert Silent Night und O Christmastree in Deutsch zu singen, des war ziemlich lustig. Aber jetzt, wo ich meine Gastfamilie wechseln werde, kann ich nicht mehr so oft hingehen, weil meine zweite Gastfamilie gar nicht zur Kirche geht. Trotzdem hat meine Gastmutter gesagt, dass sie mich hin und wieder abholen könnte. Wer hätte gedacht, dass ich mal gerne in die Kirche gehe.

Freunde

Hier ist es um einiges schwerer, wirkliche Freundschaften aufzubauen, weil die Amerikaner viel oberflächlicher sind, was allerdings auch sein Gutes hat. Kontakte Knüpfen ist um Einiges leichter. Besonders, wenn man in extracurricular activities teilnimmt, irgendwelche Clubs oder Sportarten. Richtige Außenseiter gibt es hier nicht, weil man nicht immer in der gleichen Klasse sitzt. Man hat etwa achtmal so viele Mitschüler wie in Deutschland, da man meistens von neuen Leuten umgeben ist.

Gastfamilien

Naja, ich hab so zwischendrin ja schon relativ viel über meine Gastfamilie/n erzählt, ich habe wirklich Glück gehabt. Ich bin vielleicht in einer eher außergewöhnlichen Situation und ich muss erst abwarten, wie ich mit meiner zweiten Gastfamilie zurechtkomme, aber die scheinen auch total lieb zu sein. Ich verstehe mich mit meiner Gastmutter ziemlich gut und auch die Tochter scheint nett zu sein. Allerdings habe ich schon von mehreren ehemaligen Gastschülern gehört, dass es sehr schnell zu Eifersüchteleien zwischen fast gleichaltrigen Schwestern kommt.Ausserden werde ich noch einen 11 oder 12 jährigen Bruder haben, den ich bereits kennen gelernt habe. Dann habe ich noch einen 17jährigen Bruder, Alex, der wohl eher ein ruhiger Typ ist, aber den ich eigentlich noch nicht richtig kenne. Einen 19jährigen Bruder, Clayton, den ich noch nie gesehen habe und der bereits ausgezogen ist, und Jessica, 21, hat vor knapp zwei Monaten geheiratet, ist schwanger und lebt ebenfalls nicht mehr zu Hause. Ich muss sagen, obwohl ich mich darauf freue, zu dieser Fasmilie zu ziehen, wird es mir sicher nicht leicht fallen, meine Koffer zu packen. Und obwohl es nur zwei Kilometer sind, die wir dann auseinander wohnen, werde ich meine jetzige Familie doch vermissen.

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