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(4.6)

Ich habe 2011/2012 ein High School Year in den USA in Tennessee mit iE gemacht. Auch rückblickend, einige Jahre später denke ich noch sehr gerne an die Zeit zurück. Es waren die besten, prägendsten und aufregendsten Monate die ich bisher erlebt habe. Bei iE hatte man immer ein familiäres feeling. Da die Organisation im Vergleich zu anderen recht klein ist, hatte man nie das Gefühl einer "Massenabfertigung", sondern bei Anrufen im Büro wussten die Ansprechpartner sofort wer man ist. Dies macht sich denke ich auch in der Auswahl der Familien in den USA bemerkbar, diese werden sorgfältig ausgesucht und passen auch wirklich zu den Schülern.

Vorbereitung
Die Vorbereitung mit iE war sehr umfassend und gut. Sowohl das Bewerbungsgespräch, zu dem eigens ein iE Mitarbeiter bei dir zu Hause anreist um ein kleines Gespräch mit dir und deinen Eltern zu führen, als auch die Ansprechpartner im Büro waren immer hilfsbereit und kompetent. Das Vorbereitungswochenende fand ich damals auch super. Es wurden viele organisatorische Fragen geklärt zum Thema Visum und Versicherung im Ausland, aber auch emotional wurden wir vorbereitet, wie man am besten mit Heimweh umgeht etc. Des Weiteren wurde uns von einem "Returnee", welche gerade erst ihr High School Jahr beendet hatte, viele Tipps gegeben und die Vorfreude wurde nochmals verstärkt. Insgesamt wurden wir bei dem Wochenende auch sehr sensibilisiert für Kulturunterschiede und einige Ängste wurden uns genommen.

Betreuung
Die Betreuung vor Ort in den USA erfolgt durch einen Local Coordinator. Mein coordinator, Tom, war super. Er ist derjenige der vor Ort eine Familie und Schule für dich findet und dich bei Fragen und Problemen unterstützt, sowie Aktivitäten mit dir plant. Mein Coordinator hatte damals einige shopping trips für mich und andere Austauschschüler in der Nähe organisiert, die waren immer cool. Des Weiteren wurde bei mir damals ein Trip nach New York und Washington D.C von iE angeboten, den habe ich auch mit gemacht und war sehr froh, so noch mehr von den USA zu sehen.

Schule
Meine High School war ungefähr eine halbe Stunde von meinem Zuhause entfernt. Morgens um halb 7 wurde ich zu Hause vom Schulbus abgeholt und Mittags gegen 3 wieder nach Hause gebracht. Meine belegten Fächer waren Algebra, Carpentry, Pre calculus, History, Contemporary Issues, Human Anatomy, Music und English. Carpentry war vergleichbar mit Technik oder Werken. In Contemporary Issues haben wir immer aktuelle Zeitungsartikel gelesen. Mein Lieblingsfach war Human Anatomy, da haben wir das komplette Skelett, die Muskulatur und Gewebeschichten im Körper gelernt. Allgemein kann man sagen, dass auf meiner Schule zumindest die Anforderungen sehr viel niedriger waren, als ich es aus Deutschland gewohnt war. In einigen Fächern wie Music, History oder Carpentry haben wir kaum etwas sinnvolles gemacht und im Unterricht viel gechillt. Andere Fächer waren durchaus anspruchsvoll. Einen Tipp den ich euch geben kann ist, sprecht die Schüler an, sie sind eigentlich alle nett und interessiert an euch und schau ob es interessante Clubs oder Aktivitäten gibt die ihr nachmittags in der Schule noch belegen könnt. So lernt ihr Leute kennen. Meine Schule war sehr klein und so war das Angebot da leider sehr gering.

Familie
Das mit Abstand Beste an demAustauschjahr war meine Familie. Ich habe mich pudelwohl gefühlt und habe mich super mit Ihnen verstanden. Die Familie hatte 4 eigene Kinder, die alle ein paar Jahre älter waren als ich und zudem noch 2 andere Austauschschüler da. Ein Austauschschüler aus Thailand, der dort schon das zweite Jahr war und ein Chinese. Mit den beiden Austauschschülern und meiner Gast mum habe ich meine meiste Freizeit verbracht. Wir haben abends zusammen gekocht und viele Aktivitäten zusammen unternommen. Selbst der Wocheneinkauf bei Walmart war immer ein Erlebnis und wurde nicht langweilig. Wir waren oft in der Mall shoppen, im Kino, oder haben Ausflüge gemacht. Meine Familie ist sehr gerne campen gegangen und so war ich in dem Jahr bestimmt 6,7 mal campen. Das war super. Auf viele Sachen muss man sich einlassen und stellt dann fest, wie schön es sein kann. Gegen Ende meines Jahres haben wir einen Familienurlaub an den Strand gemacht nach North Carolina.
Eine Sache die uns bei dem Vorbereitungswochenende sehr ans Herz gelegt wurde, und für die meine Gast mum mir sehr dankbar war, ist die Mithilfe im Haushalt. Ich habe fast jeden Abend beim Kochen geholfen und auch sonst versucht viel im Haushalt zu helfen. Die Familien bekommen kein Geld für Austauschschüler und obwohl meine Familie nicht viel Geld hatte, hat sie mich ein Jahr lang aufgenommen und durchgefüttert.


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