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(4.4)

Vier Jahre ist es nun schon her, dass ich mit International Experience in den USA war. Ich habe das zweite Halbjahr der 11. Klasse in Vicksburg, MI, verbracht und dort die High School besucht. Mit meinen beiden Familien (Geschichte dazu folgt unten) habe ich tolle Erfahrungen gemacht und stehe heute noch in gutem Kontakt. Insgesamt stimmte mit meinem Auslandsaufenthalt einfach alles und ich würde jederzeit wieder mit iE den Schritt ins Ausland wagen. Nicht zuletzt hat dieser Auslandsaufenthalt dazu beigetragen, dass ich jetzt in meinem Studium wieder ein Semester im Ausland verbringen werde.

Vorbereitung

Die Vorbereitung hat mich leider ein bisschen enttäuscht. Da ich im Winter geflogen bin, also nur für ein halbes Jahr, war unser Seminar deutlich kleiner, da sonst fast alle im Sommer abhauen. Ich habe mein Vorbereitungsseminar dann also in kleiner Gruppe in Bonn verbracht (aus fast Flensburg ist die Anreise doch seeeehr lang...). Kurz bevor es losgehen sollte, stürmten dann nur zwei iE-Menschen durch den Raum, ohne ein Wort zu uns zu sagen, und verschwanden im Saal. Als es dann aber richtig losging, haben sie sich dann doch noch kurz vorgestellt und ihre Sache gut durchgezogen. Schade war, dass aufgrund der Zeit und der kleinen Gruppe keine Koordinatoren aus dem Ausland dabei waren, wie es uns immer erzählt wurde. Trotzdem war das Wochenende toll und hat die Vorfreude auf den Austausch verstärkt.

Betreuung

Bereits in Deutschland war ich begeistert von meiner Koordinatorin aus Hamburg. Ich bin im Rahmen einer Info-Veranstaltung meiner Schule auf iE aufmerksam geworden. Meine Familie und ich hatten im Anschluss insgesamt drei persönliche Termine mit Vertretern verschiedener Organisationen. Am Ende war sofort klar, dass es iE werden würde, denn hier wurde uns deutlich vorgelebt, dass jemand mit Herzblut hinter der Sache steht und sich für die Jugendlichen einsetzt.
Auch mit der Geschäftsstelle in Deutschland habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Im Ausland hatte ich ebenfalls eine tolle Koordinatorin, die mir gleich am Flughafen das Gefühl vermittelt hat, wie eine weitere Mutter zu sein und jederzeit für mich da zu sein. Carolyn ist super aktiv und hat über 20 Austauschschüler in ihrer Region platziert und sich super um alle gekümmert! Sie hat auch regelmäßig zu sich eingeladen und sogar ein überregionales Treffen organisiert, auf dem ich zwei Mädels aus Deutschland vom Vorbereitungswochenende wiedergetroffen habe.
Beim Wechsel der Gastfamilie war Carolyn immer da. Das ganze Jahr über standen mir übrigens weiterhin meine Ansprechpartner in Deutschland zur Verfügung.
Ich war, alles in allem, absolut super betreut und hätte mit jedem Anliegen an offene Ohren herantreten können.

Schule

Mit meiner High School war ich sehr zufrieden. Wir waren sehr viele Austauschschüler, trotzdem wurde man herzlich aufgenommen. Da ich im Winter der einzige "Neue" war, kannten mich gleich sehr viele und ich wurde von Seiten der Lehrer und meiner Mitschüler bestens aufgenommen. An der Schule war ich im Track&Field Team und ich lege jedem wärmstens an Herz, sich einem Team anzuschließen, denn hier findet die Freizeit statt und man findet Freunde.

Familie

Erst am 9. Januar kam der lang ersehnte Anruf, dass endlich eine Familie für mich gefunden wurde. Man sagte mir, es sei eine "Welcome Family", die mich übergangsweise aufnehmen. Die Familie hatte bereits eine Gastschülerin aus Spanien und hat mich beherbergt, bis alles mit meiner permanenten Familie geregelt war. So habe ich etwa 3,5 Wochen bei ihnen verbracht und mich in der Zeit bereits sehr gut in die Familie eingelebt. Dann hieß es für mich Umziehen. Die "richtige" Familie wohnte im selben Ort, sodass es für mich keine große Umstellung war. Beide Familien waren komplette Gegensätze zueinander mit der Gemeinsamkeit, dass beide absolut toll waren! Ich habe mich in beiden Familien zuhause gefühlt und so habe ich das ganze halbe Jahr über auch immer wieder Zeit mit meiner Welcome Family verbracht. Mit beiden Familien bin ich im Urlaub gewesen und beide habe ich im letzten Sommer nach drei Jahren wieder besucht. Zum Ende meinen Aufenthaltes in den USA hat meine deutsche Familie mich für zwei Wochen besucht und wurde auch von beiden amerikanischen Familien sofort herzlich aufgenommen. Teile beider Familien haben auch mich und meine deutsche Familie hier in Deutschland besucht. Zu beiden Familien habe ich auch heute noch ein tolles Verhältnis.

Abschließend kann ich jedem nur empfehlen, einen Auslandsaufenthalt open-minded zu beginnen und jede Chance mitzunehmen, die sich ergibt. Take your chances and, very important, have fun!


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