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(4.8)

In meinem Auslandsjahr habe ich viele neue Eindrücke und Sichtweisen kennen gelernt. Es ist wichtig, zu lernen, dass man den Moment genießen sollte, denn Zeit ist endlich. Wenn man den geographischen Aspekt mit einbeziehen will, ist Irland natürlich eine absolute Augenweide, und mit Abstand einer der schönsten Orte, den ich je gesehen habe, und vermutlich sehen werde. Selbstständigkeit ist etwas, das man über die Zeit automatisch lernt, da man sich nicht immer auf andere verlassen kann.

Aber am aller wichtigsten sind die Kontakte die ich im Schüleraustausch geknüpft habe. Einige wird man nie wieder sehen, aber andere bleiben ein Leben lang erhalten. Diese Freunde sind über die gesamte Welt verteilt, egal ob Japan, China, Taiwan, Griechenland, Spanien, Frankreich, Deutschland,...Mit all diesen Leuten teile ich nun eine Erfahrung, etwas, das für immer ein besonders gravierender Teil unseres Lebens bleiben wird. Wir alle sind verbunden und zusammengewachsen sind wir durch Aktivitäten, die von unserem IEC (International Exchange Coordinator) oder von EF geplant und angeboten wurden. Einige Beispiele sind Paintballing, Go Karting, Bumper Soccer, High ropes, Bowling,... oder aber auch die EF Discovery Tours. Leider beschränken sich meine Erfahrungen in Letzterem auf die EF Discovery Tour Edinburgh, die aber zusammen mit den ersten zwei Wochen EF Language and culture camp die beste Zeit des gesamten Jahres war. Etwas, das jeder, der sich für ein Auslandsjahr entscheidet, im Hinterkopf behalten sollte, ist, dass es sich um ein High School Year Abroad handelt, und nicht um ein Discovery Year. Ihr solltet also nicht verwundert sein, wenn ihr nicht jede Woche spannende Unternehmungen angeht und irgendwann auch dem langweiligen Alltag entgegentreten müsst. Das ist der Zweck des EFHSEY, und viele haben hohe Erwartungen was Bespaßung angeht, und sind dann verärgert, wenn dem nicht so ist, wie sie es sich gedacht haben.

Um einen ungefähren Überblick meines Schüleraustausch Jahres zu bekommen: Es begann mit den zwei Wochen Language and Culture Camp, wie bereits oben erwähnt. In dieser Zeit bekamen wir extra Englischunterricht (nicht so schlimm wie es klingt :) ), Culture lessons, in denen Dinge wie Irish Dancing oder Irish food vermittelt werden, generelle Teambuilding Events, um den Zusammenhalt zu stärken und sich gegenseitig besser kennenzulernen, Vorträge von ehemaligen Schülern, den Regional Managern, Programme director und anderen, um die Ängste auf ein Minimum zu reduzieren, und generelle Frage - sessions, in denen man den Staff Mitgliedern Löcher in den Bauch fragen konnte. Also von mir eine dicke Empfehlung, dieses Camp vorweg zu buchen! Es folgte der erste Monat, der wohl der Umständlichste war, einfach weil es eine Menge Besorgungen zu erledigen gab, wie zB Schuluniform, Bücher, eine irische SIM Card, usw. Als sich dann der Alltag eingepegelt hatte, wurde alles etwas entspannter. Weniger Hetzerei und mehr ruhige Abende waren an der Tagesordnung. Der Oktober war der wohl schlimmste Monat während des Aufenthalts, da es nichts wirklich zu tun gab, und das Wetter zunehmend trister wurde...aber mit ein paar guten Freunden und heißer Schokolade übersteht man auch solche Zeiten ;) Es folgte die Weihnachtszeit und die damit einhergehenden Ferien, die sich als ziemlich ereignislos herausstellten, da ich weit und breit der einzige Austauschschüler war, denn alle anderen gingen über Weihnachten zurück zu ihren Familien. Also rate ich euch: Informiert euch rechtzeitig über die Pläne der anderen! Januar und Februar vergingen wie im Flug: Regen, Nebel und noch mehr Regen. Bis dann im März die Sonne auch gelegentlich mal wieder zu sehen war, auch wenn zeitgleich doch mal ein Zentimeter Schnee lag. Der April war dann das absolute Gegenstück zum Oktober: Das beste Wetter des gesamten Jahres, meine Eltern kamen mich besuchen, und die Edinburgh Discovery Tour! Nach dieser Erfahrung dann, hatte ich gerade mal einen Monat übrig, der zwecks Sommerprüfungen schnell verging. Wir (die Schüler in Irland) trafen uns noch einmal alle in Dublin, bevor es dann zurück nach Hause ging.
Aber das Beste an EF ist, dass meine Reise dort nicht endete. Im Gegenteil: Ein neues Kapitel hat gerade erst begonnen. Ich bin jetzt "Ambassador" und habe bereits am EF Language and Culture Camp IRE 2015 teilgenommen, und somit viele neue Gesichter getroffen. Die Reise ist nicht zu Ende, sie hat gerade erst begonnen...

Vorbereitung:
Wir (eine Gruppe von jeweils ca 20 Schülern) wurden zu drei Meetings im Voraus eingeladen, die darauf abzielten, unsere Ängste zu nehmen, und Informationen zu vermitteln, was zu beachten sei. Bei Fragen außerhalb der Meetings standen EF Mitarbeiter telefonisch oder per Email jederzeit zur Verfügung und antworteten werktags innerhalb 24h.

Betreuung:
Da das lokale Büro von EF innerhalb 10 Minuten zu erreichen war, konnte ich jederzeit mit den dortigen Regional Managern in Kontakt treten. Diese waren auch auf einem sehr persönlichen Niveau, und behandelten einen auch wie einen guten Kumpel.

Ansprechpartner:
Mein "Betreuer" (International Exchange Coordinator) war sehr engagiert und traf sich mindestens einmal, meist zweimal mit den ihm zugewiesenen Schülern. Auch während der Freizeit konnte man ihm einen Besuch abstatten und einfach ein wenig reden. Bei Problemen war er jederzeit verfügbar und fair.

Familie:
Meine Gastfamilie im Schüleraustausch war sehr offen für andere Kulturen und Späße. Gegenseitiges Witzeln waren keine Seltenheit. Stress gab es wenig bis keinen, und daher auch keinen Klärungsbedarf. Wir hatten immer einen sehr entspannten Umgang.

Schule:
Die Schule war sehr offen gegenüber Austauschschülern, und hilfsbereit in jedem Aspekt. Einziger Makel war die Schulform, da sie nicht mit deutschem Niveau verglichen werden konnte, und Einträge für Verspätung, vergessene Hausaufgaben, usw beinhaltete, was meiner persönlichen Meinung nach bei 17-18 jährigen vollkommen unnötig ist.


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