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(3.6)

Der Auslandsaufenthalt in Australien war eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Natürlich war nicht alles so wie ich es mir vorher in meinem Kopf vorgestellt hatte...wie auch, man kann ja schlecht in die Zukunft gucken. Die Vorbereitungen auf mein Auslandshalbjahr waren auch stressiger als erwartet. Es gab viel mehr zu tun als ich gedacht hatte, zum einen musste man natürlich so Dinge erledigen wie beispielsweise das Visa beantragen zum anderen gab es natürlich auch das Thema der ersten Kontaktaufnahme mit der Gastfamilie, an die ich zunächst einen Brief auf Englisch schreiben sollte, in dem ich mich vorstelle. Das war viel mentaler und emotionaler Stress, ich wollte verständlicherweise das alles perfekt war. Letztenendes ist das wahrscheinlich gar nicht so wichtig, was zählt ist die Authenzität. Teilweise ging die Vorbereitung auch nur schleppend voran da man mit vielen Dingen erst beginnen konnte wenn andere vollständig beendet waren. Do it! hat mir aber bei den Vorbereitungen sehr gut geholfen, sodass ich immer wusste was wann zu tun war und mir auch viel Arbeit abgenommen. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich alleine gelassen gefühlt. Auch an meiner Schule in Australien hatte ich eine Betreuerin, dessen Büro in der Schule war. Dort haben sich alle Internationals einmal die Woche zum "Tim Tam Tuesday" getroffen. Dort haben wir geredet und Tim Tams (super leckere Schokoladen Kekse) gegessen. Auch sonst war das Büro immer offen. Alle an der Schule waren immer sehr freundlich und herzlich zu mir und ich habe sehr schnell gute Freunde gefunden, Australier sowie Internationals, aber man hat den deutlichen Unterschied des Leistungsdrucks zu Deutschen Schulen gespürt. Es gab kaum Hausaufgaben und auch der Stoff war, selbst in einer Fremdsprache, nicht besonders anspruchsvoll. Es gab viele andere Fächer zum Beispiel Hospitality wo wir gekocht haben, wood works was man wohl am besten mit Schreinern übersetzen kann und vueles mehr. Das war eine wirklich völlig neue und coole Erfahrung. Während meines Aufenthalts war das gut, so hatte ich viel Freizeit und konnte meine Zeit dort genießen. Ich habe eine ganze Liste an Sehenswürdigkeiten abgearbeitet, war einige Male am Great Barrier Reef tauchen und war eigentlich jedes Wochenende unterwegs. Aber der Stoff fehlt dann natürlich bei der Rückkehr, man ist es nicht mehr gewöhnt so viel zu lernen und hat auch viel verpasst. Viel ist glaube ich auch abhängig von der Gastfamilie mit der ich wirklich Glück hatte. Ich hatte eine Gastschwester in meinem Alter, die viel mit mir zusammen unternommen hat den ersten Monat ein double Placement mit einer super lieben Französin. Das war wirklich praktisch wir beide waren gerade angekommen und hatten dieselben Fragen und Sorgen wodurch wir alles zusammen entdecken konnten. Die andere Austauschschülerin ist leider nur einen Monat geblieben aber ich hatte mich schon so gut eingelebt, dass es gar nicht so schlimm war. Mein Gastfamilie hat auch sehr viel mit mir unternommen. Das kann man ja nicht vorraussetzen deshalb war es einfach unglaublich. Wir waren Campen, sind nach Sydney geflogen, haben Barbecues gemacht und sind auch in Zoos und Naturschutzgebieten gefahren. Ich habe mich wirklich sehr willkommen gefühlt. Das einzige was manchmal ein bisschen anstrengend war, war das ich für alle Aktivitäten, die ich ohne meine Gastfamilie gemacht habe, sei es mit Freunden Übernachten oder ähnliches, ich von der Schule aus ein Formular ausfüllen musste auf dem meine Gasteltern sowie meine richtigen Eltern unterschreiben mussten, das heißt das spontane Einfälle eher ungünstig waren, da ich meinen Eltern in Deutschland Bescheid sagen musste erst ihre Einverständnis nach Australien zu schicken. Auch das Essen war lecker aber gewöhnungsbedürftig. Alles war sehr fleischlastig, was ich aus meinen Essgewohnheiten nicht in diesem Ausmaß kannte. Aber alles in allem war es, wie ich am Anfang gesagt habe, eine sehr gute Entscheidung für eine Erfahrung die sich auf alle Fälle lohnt.


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