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L

(4.6)

Vorbereitung:
Für das Vorbereitungstreffen auf das Austauschjahr hatte DFSR Returnees eingeladen, die frisch aus Kanada zurück gekommen sind und somit über ihre aktuellsten Eindrücken vor Ort berichten konnten. Das war klasse, denn dadurch konnten nochmal explizit Fragen geklärt und ein bisschen Kanada Luft geschnuppert werden. Zudem war es ein länderspezifisches Treffen, sodass nur Schüler bei der Vorbereitung waren, die auch nach Kanada fuhren.

Besonders gut fand ich, dass wir bestimmte Szenarien wie die Ankunft am Flughafen, das Gespräch mit dem Visums-Officer, den Erstkontakt mit der Gastfamilie, die Ansprechpartner und den Kulturschock besprachen.
Das Vorbereitungstreffen war sehr vielseitig, mal gab es interaktive Aufgaben, manchmal musste man nur zuhören und dann gab es Fragestunden mit den Returnees.

Auch meine Eltern hatten die Gelegenheit nochmal alle Fragen los zu werden, auf der separaten und freiwilligen Vorbereitung für die Eltern.

Betreuung:
Die Betreuung im Schüleraustausch hat sich in zwei Teile untergliedert. Erst einmal gab es die Betreuung vor meiner Abreise in Deutschland und dann in Form eines direkten Betreuers in Kanada.
DFSR ist eine mittelgroße Organisation. In der Regel sind lediglich zwei Mitarbeiter für ein Land zuständig, sodass die Betreuung sehr individuell war. Ich wusste wenn ich meinen Namen sage am Telefon, war mein Betreuer mit meinem Fall vertraut und konnte direkt auf meine Fragen antworten.
Der positive Eindruck galt auch für meine Eltern. Ihnen ist es schwer gefallen, mich damals ins Ausland zu schicken, sodass es für sie besonders wichtig war, dass die Betreuung gut ist.

Meine kanadische Betreuerin hat alle zwei Monate einen Bericht über mich verfasst, sodass meine Eltern immer wussten was bei mir gerade los ist. Ich hatte einen sehr intensiven Kontakt mit meiner Betreuerin, da sie im selben Ort lebte wie ich und ich mich auch mit ihrer Tochter angefreundet hatte.
Unabhängig der Freundschaft hätte sie auch so mit mir mindestens einmal im Monat Kontakt haben müssen, um sicher zu gehen, dass es mir gut geht.

Immer wenn ich oder meine Gastfamilie Fragen hatten, dann war sie für uns da. Auch die Mitarbeiter in Heppenheim bei DFSR haben sich gefreut wenn wir Austauschschüler ihnen geschrieben haben.

Ansprechpartner:
Siehe Betreuung

Familie:
Meine Gastfamilie ist während meines Aufenthalts zu einer zweiten Familie geworden. Sie haben mich jederzeit unterstützt vor allem bei den Hausaufgaben, bei der Eingewöhnungsphase und wenn ich doch mal etwas Heimweh hatte.
Sie haben mir nie das Gefühl gegeben, dass ich Gast in ihrem Haus bin, selbstverständlich sind dadurch auch Aufgaben auf mich zu gekommen, die jedes Familienmitglied zu erledigen hatte, wie beispielsweise den Tisch zu decken, meine Wäsche zu waschen oder die Spülmaschine auszuräumen.
Es gab manchmal Situationen in denen ich lernen musste, dass Kinder in Deutschland mehr Mitsprache Recht haben als in Kanada. Aber hier lautet die Devise immer offen und ehrlich sein, nachfragen wenn Dinge unklar sind.

Ich hatte auch insofern besonderes Glück, dass meine Gastfamilie versucht hat so viel wie möglich von Kanada zu zeigen. Es war klasse, dass ich im Schüleraustausch dadurch noch mehr von der Natur und dem Land sehen zu können.

Schule:
Zur Schule konnte ich jeden Tag laufen, was bei den kalten Temperaturen in Kanada sehr angenehm war. Es war ein ganz anderes Schulsystem dort. Ich hatte pro Halbjahr insgesamt 5 Kurse, davon war einer allerdings freiwillig. Jede Stunde ging 71 Minuten, das war sehr ungewohnt am Anfang, auch das die mündliche Beteiligung nur kaum bewertet wurde.
Mit der Sprache hatte ich zunächst meine Probleme, doch schnell lernte ich den Stoff zu verstehen und im Unterricht auch mitzukommen. Die Kanadier sind unglaublich hilfsbereit und auch meine Lehrer achteten stets darauf, dass ich den Pfaden nicht verlor. Aber auch hier ist es wichtig, dass der Schüler darauf aufmerksam macht, wenn er etwas nicht versteht.

Da meine Schule mit 1.000 Schülern nicht die Größte im Ort war, war das Sport und AG Angebot im Vergleich zu den anderen Schulen etwas limitierter. Das war schade.

Ich würde dennoch sagen, dass ich eine typisch kanadische Schule erlebt habe, denn wir hatten viele Veranstaltungen durch die Leadership-Klasse, die besonders dazu beigetragen haben den School Spirit zu erhöhen.


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