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C

(4.6)

Mein High School Jahr in Kanada war eine unglaubliche Erfahrung und hat mich für meinen weiteren persönlichen und beruflichen Weg sehr geprägt.
Ich habe eine andere Lebensweise kennengelernt, fließend Englisch gelernt, Freundschaften fürs Leben geschlossen und die unglaubliche Natur Kanadas kennen- und lieben gelernt.

DFSR hat mich über diese Zeit begleitet und betreut. Die Betreuung von DFSR war sehr persönlich und ich wusste immer an welche Person ich, bzw. meine Eltern sich wenden können. Viele Fragen haben sich allerdings nicht ergeben, da alles von alleine sehr gut geklappt hat. Meine Mutter hat sich allerdings gefreut, dass sie sich an DFSR wenden konnte, wenn sie von mir nicht sehr viel gehört hat :D

Die Betreuung von DFSR ging über das eigentliche High School Jahr hinaus. Vor der Ausreise war ein Vorbereitungswochenende in einer Jugendherberge angesetzt. Dort lerne ich viele andere Schüler kennen, die in der gleichen Situation waren, wie ich. Mit einigen von ihnen saß ich dann gemeinsam im Flugzeug. Und mit einer traf ich mich sogar einmal in Kanada. Nach dem Auslandsjahr organisierte DFSR eine "Welcome-Back-Party". Auch diese Veranstaltung war toll, um sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Diese beiden Veranstaltungen schlossen einen schönen Rahmen um das Auslandsjahr.

Toll war auch die Tatsache, dass die Partnerorganisation in Kanada Reisen organisierte, an denen Austauschschüler, die in ganz Kanada platziert waren, teilnehmen konnten. Ich reiste mit einer Gruppe nach Vancouver und Vancouver Island - eine tolle Erfahrung. Die Aktivitäten wie Whale Watching und Sight Seeing waren spannend und das gemeinsame Entdecken mit anderen Schülern aus aller Welt war faszinierend.

Die eigentliche Erfahrung meines High School Jahres kann natürlich nicht an solchen Ausflügen fest gemacht werden. Es war vielmehr der Alltag, die geschlossenen Kontakte, der Schulunterricht und die familiären Verhältnisse, die das Jahr so besonders gemacht haben. Ich habe die Jahreszeiten Kanadas kennen gelernt mit der sommerlichen Hitze, dem regnerischen Frühling und der eisigen und schneeigen Kälte im Winter. Ich lernte Ski fahren, wandern und war Kanu fahren. Ich spielte Theater, Volleyball, Tischtennis und sprang auf dem Trampolin im Garten meiner Gasteltern. Ich badete im Außenwhirlpool in einer Schneelandschaft und baute ein Iglu mit meinen Geschwister. Ich lernte in einem Fach namens "Outdoor Education" Fußspuren von wilden Tieren zu erkennen und Langlaufski im Wald. Ich lernte Holz hacken und Feuer machen, denn eine herkömmliche Heizung gab es in unserem Haus nicht. Ich nahm am Canada Day mit Fahnen und Feuerkwerk teil, ging Trick or Treating an Halloween, aß Truthahn an Thanksgiving, aß Smorse am Lagerfeuern und sang Weihnachtslieder an Heiligabend. Ich lernte die kanadische Nationalhymne und besuchte ein Hockey Spiel. Ich sah einen weilten Bären und einen Elch. Ich ließ mir Glitzer Tattoos von meiner kleinen Gastschwester machen und las meinem Gastbruder Harry Potter vor (mit vielen falsch ausgesprochenen Wörtern).
Und nachdem ich lange darauf gewartet hatte, begann ich auch auf Englisch zu träumen (dieser Zeitpunkt wird einem oft prophezeit und man munkelt, dass man wirklich Englisch gelernt hat, wenn mann beginnt auf der Sprache zu träumen).
All diese Erfahrungen machten mein Auslandsjahr so besonders und ich wünsche jedem jungen Menschen so tolle Erlebnisse.
Man muss nur sich nur mit offenem Herzen darauf einlassen.

Von den erlernten Englischkenntnissen konnte ich durch eine exzellente Englischnote im Abitur profitieren. Auch nach meinem Abitur hat mich mein Auslandsjahr sehr geprägt. Ich bin dadurch weltoffener und toleranter geworden und habe vor allem Fernluft geschnuppert. Seitdem habe ich ein Auslandspraktikum in England, ein Auslandssemester in Südkorea, eine längere Rundreise mit meiner Gastschwester in Neuseeland und zwei Jahre später in durch Europa gemacht und ein Praktikum in Seoul gemacht. Das Fernweh lässt mich nicht mehr los.

Vorbereitung:
Die Vorbereitung auf meinen Schüleraustausch war super. Ich hatte ein Interview mit einem freien Mitarbeiter und ein Vorbereitungswochenende, bei dem ich viele andere Austauschschüler kennengelernt habe, mit denen ich über das ganze Jahr hinweg in Kontakt stand.

Betreuung:
Vor Ort im Austauschjahr hatte ich eine Betreuerin, die sich gelegentlich bei mir meldete. Viele Probleme hatte ich allerdings nicht, weshalb ich ihre Hilfe eigentlich nicht benötigte. Außerdem hatte ich das Glück, dass eine feste Mitarbeiterin von der Partnerorganisation Shecana in der nächsten Stadt wohnte und ich mich mit ihr und ihrer Familie sehr gut verstand und sie häufig besuchte. Sie organisierte einige Male Treffen für alle Austauschschüler, die in ihrer Nähe platziert waren. Wir waren bspw. zusammen mit einer internationalen Gruppe von Austauschschülern "Christmas Caroling" (Weihnachtslieder an den Nachbartüren singen). Es war toll, dass solche Treffen organisiert wurden.

Ansprechpartner:
DFSR war bei Fragen stets zu erreichen, es gab sogar ein Nottelefon rund um die Uhr.
Eine Mitarbeiterin war meine erste Ansprechpartnerin, mit der ich bis heute in Kontakt stehe, weil wir uns so gut verstanden haben.

Familie:
Meine Gastfamilie im Schüleraustausch habe ich sehr ins Herz geschlossen - was auf Gegenseitigkeit beruht. Es war eine ganz andere Familie als meine deutsche Familie, eine Großfamilie mit drei Kindern, einer Oma vor Ort, einer zweiten Austauschschülerin aus Neuseeland (wir teilten uns das Zimmer und wurden Seelenverwandte) und zwei Katzen. Das klingt chaotisch, war es vielleicht teilweise auch, aber wir waren eine Gemeinschaft, gehörten zusammen, teilten unsere Sorgen und gingen beim ersten Schneefall mitten in der Nacht zusammen Schlitten Fahren.

Schule:
Auch meine Schule war im Vergleich zu meiner deutschen Schule gewöhnungsbedürftig. Mit 100 Schülern von Kindergarden bis Klasse 12 ist es die kleinste Schule, die ich je gesehen habe. Das hatte aber viele Vorteile. Ich kannte jeden der Lehrer und nach dem Jahr auch jeden der Schüler persönlich. Das Angebot war zwar nicht so groß wie in vielen anderen nordamerikanischen Schulen, aber trotzdem nahm ich nachmittags an der Drama Group, am Volleyball und am Tischtennis teil. Die Angebote, die es gab, nutzte ich stets und lernte dadurch viel Neues kennen.
Es war eine sehr neue, sehr andersartige und dennoch sehr bereichernde Erfahrung eine solch kleine Schule zu besuchen.


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