N

(4.6)

Dieses Jahr in Amerika war wirklich das beste Jahr, dass ich je erlebt habe. Ich habe in einer perfekten Familie gelebt, die komplett meinen Vorstellungen gerecht geworden ist.Ich hatte zwei Zwillingsgeschwister, Junge und Mädchen, in meinem Alter, Mama, Papa und zwei kleine süße Hunde. Gemeinsam haben wir in einem Townhouse in Chicago gelebt. Dort ist jetzt meine zweite Heimat, mein zweites Zuhause und ich bin so stolz darauf!
Ich habe sehr viel mit meiner Schwester unternommen und mir mit ihr ein Zimmer geteilt. Ich muss wirklich sagen, dass ich es vermisse neben ihr aufzuwachen. Mit meinem Gastbruder bin ich zur Schule gegangen. Ein echt super lieber Typ, der mich dazu gebracht hat für meine High School Lacrosse zuspielen. Diese Zeit war eine ganz Besondere. Meine Team stand zu 100% hinter mir, hat mich gelobt, mit mir mit gejubelt und hat geweint als ich mich verabschieden musste. Ich war bei sehr vielen Spielen von meiner High School, egal ob Basketball, Football, Baseball oder Lacrosse wobei ich meist DIE Cheerleaderin in der Tribüne war, hihi. Meine Schule nennt sich Whitney M. Young Magnet High School und ist das Zuhause der großen Dolphin Family, in der ich ein Teil sein durfte.
Ich habe es geliebt und gelebt. Jeden einzelnen Tag und ich kann es nur jedem ans Herz legen diese Erfahrung nicht zu missen. Ich bin durch as Jahr ein anderer Mensch geworden. Ich habe die andere Seite der Weltkugel gesehen und habe meine Meinung und gewisse Denkweisen über bestimmte Dinge geändert.
Ich habe die nettesten Leute kennengelernt. Seien es meine Gasteltern, die mich wirklich wie ihr eigenes Kind aufgenommen und behandelt haben oder sei es die Familie bei der ich öfter mal babysitten war und die mich gern den Sommer über als Nanny dabehalten hätten. In Amerika hatte ich die Chance mich von einer anderen Seite zu zeigen, Leute haben mich von einer anderen Seite gesehen. Sie waren unvoreingenommen und sobald sie den deutschen Akzent heraushörten fingen sie gleich ein Gespräch mit mir an und fragten interessiert was ich in Chicago mache etc.. Ich liebe dieses Land, ich liebe die Mentalität, die Leute.
Ich durfte öfter zu größeren Spielen gehen wie zu den Chicago Blackhawks (Eishockey), Chicago Cubs (Baseball), Chicago White Sox (Baseball) oder zu den Bulls Play Offs (Basketball). Mir wurde so viel ermöglicht was sonst nie zustande gekommen wäre und ich kann es nur nocheinmal sagen. Diese zehn Monate waren die unvergesslichsten und schönsten zehn Monate die ich je gehabt habe.
Natürlich muss man damit rechnen dass man danach nicht in das gleiche Leben zurück kehrt welches man vor 10 Monaten "aufgegeben" hat aber das ist es wert.
Am Anfang verging die Zeit echt langsam aber wenn man darauf zurückblickt sind 10 Monate echt kurz und man erlebt so viel. In den Winterferien haben wir meine Gastoma in Florida besucht und insgesamt war ich in 10 (oder 12) Staaten. ICH VERMISSE DAS ALLES SO SEHR. Die Eiswürfel im Kühlschrank, Pancakes. Bacon and egg zum Frühstück und einfach mit Freunden und meiner Gastschwester am Lake Michigan entspannen oder ein paar Bilder schießen gehen. Genauso sehr vermisse ich das Bellen der beiden Hunge, Lola und Twinkie. Es ist einfach alles so anders hier in Deutschland und ich bin so dankbar dass ich einmal wenn auch nur für kurze Zeit ein anderes Leben leben durfte.
Mit den anderen Austauschschülerinnen habe ich mich ebenfalls sehr gut verstanden. Von 7 Austauschschülerinnen waren mit mir zusammen 4 Deutsche, eine Italienerin, eine Südkoreanerin und eine Brasilianerin. Wir hatten zusammen viele Sleepovers und Shoppingdays. Auch zu Prom sind wir zusammen gegangen in wunderschönen Kleidern und einer Streichlimousine, die eine Gastmutter organisiert hat.

ICH LIEBE MEINE GASTFAMILIE UND CHICAGO UND EMPFEHLE EUCH: MACHT ES AUCH!! ES LOHNT SICH SO SEHR!

Vorbereitung:
Durch das Interview mit einer AIFS Mitarbeiterin und das Infotheken sowie die ganzen Infobriefe und die Orientierungstage in NYC war man/ich bestens vorbereitet und konnte ohne große Bedenken in die USA fliegen.

Betreuung:
Man hat immer eine Person mit der man reden kann. Ich hatte es mit meinem Local Coordinator leider etwas schwer, da sie schwer krank geworden ist und der Kontakt somit nicht regelmäßig war. Doch ich brauchte meinen LC auch nicht wirklich da ich mit meiner Familie überglücklich und mehr als zufrieden war.

Ansprechpartner:
Wie gesagt man hat immer einen Ansprechpartner egal ob bei AIFS direkt oder bei AYA (die amerikanische Organisation) oder bei dem LC.

Familie:
Meine Gastfamilie ist perfekt! Ich liebe sie so wie meine Eigene! Ich hätte mir keine bessere Konstellation und Familie vorstellen können und ich zähle schon die Tage bis es endlich Mai wird und ich sie besuchen kann.

Schule:
Ich war in einer vergleichsweise sehr guten Schule. Die Leute waren super-Lehrer sowie Schüler und dieser High-School Spirit ist so unbeschreiblich!


Geprüft von Schueleraustausch.net Alle AIFS Bewertungen