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Beworben für mein Auslandsjahr habe ich mich im Februar, dann ging es auch schon entspannt los mit dem Bewerbungsvideo und dem Brief für meine Zukünftige Gastfamilie. Bevor ich schauen konnte war es schon soweit und ich hatte mit vielen anderen Austauschschülern, ungefähr 2 Monate vor Abflug, ein Vorbereitungsseminar. Mitte August begann meine Reise mit 11 stunden fliegen nach Vancouver, Kanada. Die erste Woche war eine reine Reizüberflutung, doch nachdem ich mich an die Zeitverschiebung gewöhnen konnte ergab sich eine Routine aus Schule, Sport, Freunde treffen und Zeit mit der Gastfamilie verbringen. Leider musste ich innerhalb von 2 Monaten 2 mal die Gastfamilie wechseln, aufgrund von psychischen Problemen des Gastvaters der ersten Gastfamilie und einer chronischen Krankheit der Mutter bei der zweiten Gastfamilie. Die Partnerorganisation hat die Umstellung sehr gut verarbeitet und mich zu den anderen Gastfamilien gebracht. Die schule musste ich nicht wechseln, da die Gastfamilien alle in dem Bezirk der Schule gewohnt haben. Ich hatte in meinen Kursen immer mindestens 3 andere Internationale Schüler aus anderen Ländern, wodurch man eigentlich immer Menschen hat die in der gleichen Situation sind wie du. Ich finde Kanadier sind nicht die offensten Menschen, jedoch wenn du auf sie zugehst und ein paar Aktivitäten der Schule besuchst wie z.B. Fußball, Robotikclub,… dann findet jeder Menschen mit denen man sich gut versteht und wodurch vielleicht auch eine Freundschaft fürs Leben entsteht. Gegen ende meines 10 Monatigen Aufenthalts habe ich realisiert wie viel mir die Zeit gebracht hat. Für viele ist es ein verschwendetes Jahr doch in Wirklichkeit entwickelst du dich als Person unfassbar weiter.
Mein Tipp: Macht euch nicht zu viele Gedanken wie ihr mit eurer Gastfamilie reden und umgehen sollt, einfach höflich und nett sein und der Rest ergibt sich mit der Zeit.