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(4.2)

April bis September 2017 an der Cairns State High School
Vorbereitung:
Die Vorbereitung auf meinen Auslandsaufenthalt in Cairns, Australien, war sehr gelungen. Ich bekam in regelmäßigen Abständen Infoschreiben zugeschickt, in denen verschiedene Aspekte thematisiert worden sind. Zusätzlich dazu gab es ein Wochenendseminar, was ebenfalls sehr hilfreich war. Besonders gut hat mir daran gefallen, dass ,,Returnees" von ihren Erfahrungen berichteten und man somit nochmal einen ganz anderen Einblick bekommen hat. Für Fragen jeglicher Art standen diese ,,Ehemaligen" uns gern zur Verfügung.

Betreuung:
Über meinen ganzen Austausch hinweg habe ich mich gut betreut gefühlt. Bei allen Fragen oder Problemen in Deutschland sowie in Australien konnte man sich immer zum Beispiel per E-mail melden und bekam sehr schnell eine Rückmeldung.

Ansprechpartner:
Im sogenannten International Office an meiner Schule, der Cairns State High School, gab es drei verschiedene Ansprechpartnerinnen, die sich um die Austauschschüler gekümmert haben. Jede hatte immer ein offenes Ohr.

Gastfamilie:
Ich wurde am Flughafen von meiner gesamten Gastfamilie empfangen, die aus den Gasteltern und deren Tochter sowie meiner französischen Gastschwester bestand, mit der ich mich von Anfang an gut verstanden habe. Insgesamt war die Gastfamilie in Ordnung, jedoch entstand nie eine wirklich familiäre Bindung, da ich nicht beim Kochen oder sonstigen Haushaltspflichten helfen durfte. Auch habe ich nie einen Haustürschlüssel erhalten. Leider wurden Mahlzeiten nicht zusammen eingenommen, auch wenn alle Familienmitglieder zuhause waren. Am Ende der drei Monate, die ich mit dieser Gastfamilie verbrachte, veränderte sich das Verhalten der Gastmutter meiner französischen Gastschwester und mir gegenüber, denn sie wurde aus unerklärlichen Gründen sehr ausfallend und unfreundlich. Da ich dennoch meinen Aufenthalt in Cairns um drei Monate verlängerte, musste ich schließlich die Gastfamilie wechseln, weil die vorherige bereits neue Schüler zugewiesen bekommen hatte. Zudem wollte ich nach den Geschehnissen der letzten Wochen sowieso die Familie wechseln.
Der Wechsel war das Beste, was mir hätte geschehen können, weil meine zweite Gastfamilie und ich auf einer Wellenlänge waren. Ich hatte das Gefühl von der ersten Sekunde an ein geschätzter Teil der Familie zu sein, da wir die Abende stets mit gemeinsamem Kochen und Essen verbrachten. Hier hatte ich eine italienische Gastschwester und einen Gastbruder. Alles in allem hatte ich eine tolle Zeit, da ich unter der Woche meine Freizeit so verbringen konnte, wie ich wollte und wir am Wochenende vieles gemeinsam unternahmen.

Schule:
Ich verbrachte meine Schulzeit in der 10. Klasse an der Cairns State High School, was im Endeffekt eine sehr gute Wahl war. Das Schulgelände an sich war um einiges größer als meine Schule in Deutschland. Nach zwei Vorbereitungstagen, die ich zusammen mit drei anderen Internationals verbrachte, begann der eigentliche Unterricht. Ich fand schnell Anschluss im Unterricht, was nicht zuletzt an den freundlichen Lehrern lag, die mir jederzeit zur Seite standen. Ich wurde in sieben Fächern unterrichtet: Maths, Science, English, History/ Geography, Health and Physical Education, Hospitality, Maths Science Enrichment, Graphics. Der einzige Kritikpunkt liegt in der eingeschränkten Fächerwahl, da ich unbedingt Marine Biology/ Aquatic Practices wählen wollte, weshalb ich auch die Cairns State High School wählte. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass dieses und weitere Fächer wie zum Beispiel Psychologie erst in der elften Klasse gewählt werden konnten.
Einen großen Unterschied zu meiner deutschen Schule ergab sich in der Lehrer-Schüler- Beziehung, die sich auf einer fast freundschaftlichen Ebene befand. Die Lehrer/innen suchten immer den direkten Kontakt und versuchten, dass jeder Schüler seine bestmöglichen Ergebnisse erzielte. Auch dass die Lehrer an der Tür zum jeweiligen Klassenzimmer standen und jeden Schüler einzeln begrüßten, war für mich mehr als ungewohnt, lockerte aber die gesamte Arbeitsatmosphäre auf.
Obwohl ich oftmals gehört habe, dass Einheimische keinen Kontakt zu Austauschschülern suchen, kann ich dies zum Glück nicht bestätigen. In der Schule habe ich viele enge Freundschaften mit den verschiedensten Menschen geschlossen, mit denen ich viele Nachmittage verbracht habe und die bis heute anhalten.

Alles in allem war es eine unvergessliche Zeit, in der ich viele tolle Erfahrungen gemacht habe und die mir für immer in Erinnerung bleiben wird.


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