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(3.4)

Die Vorbereitung war generell sehr gut. Allerdings gibt es auch immer Ausnahmen und es kann sehr enttäuschend sein, wenn man etwas erwartet und dies nicht zutrifft. In den meisten Orten scheinen Austauschschüler zwar sehr beliebt, aber gerade wenn es dann nicht so ist, ist es umso schmerzhafter die Erwartung nicht erfüllt bekommen zu haben.

Unsere Betreuung schien uns des Öfteren vergessen zu haben. Es gab zwar keine Probleme bei denen wir unsere IEC gebraucht hätten, aber sie hätte wenigstens den Termin für die monatlichen Telefonate einhalten können. Außerdem wurde die einzige, problematische Situation unangemessen zu lösen versucht und statt mit der entsprechenden Schülerin zu reden, wurde alles hinter deren Rücken besprochen.

Die Schule war generell sehr viel einfacher als das Schulsystem in Deutschland den Unterricht vorsieht. Allerdings ist dies in soweit vorteilhaft, dass man als Austauschschüler einfach mitkommt und sich auch viel mehr auf die Kultur konzentrieren kann, anstatt den ganzen Tag mit lernen zu verbringen.
Organisation war nicht gerade eine Stärke der High School, die ich besucht habe. Es gab zwar strenge Regeln, auch für zum Beispiel die Kleidung, allerdings wurden diese sehr willkürlich und auch nicht immer gerecht oder streng durchgesetzt. Das Jahrbuch musste mir auch hinterhergeschickt werden, da sehr viele Rechtschreibfehler (unter anderem auch im Namen des Rektors) und unmögliche Senior Quotes beim ersten Mal gedruckt wurden. Ansonsten waren sowohl Schüler als auch Lehrer sehr freundlich und hilfsbereit und fanden die kleinen Fehler meist recht niedlich, statt sich lustig zu machen.

Meine Gastfamilie ist eine Erweiterung meiner tatsächlichen Familie. Ich liebe sie aus ganzem Herzen und hoffe sie so schnell ich kann besuchen zu gehen. Meine Gasteltern haben uns (mich und eine weitere Austauschschülerin) immer gerecht und wie ihre eigenen Kinder behandelt. Sie haben sich um uns gekümmert, wenn wir krank waren, haben uns gerne zu Freunden gefahren, wenn nötig und besuchten mit uns Familie in anderen Staaten. Auch von den Familienmitgliedern wurden wir äußerst herzlich empfangen. Meine älteren zwei Gastgeschwister waren selten zu Hause daher ist meine Bindung zu ihnen nicht all zu stark, aber meine jüngste Gastschwester war ein Senior in High School und damit noch zu Hause. Mit drei Mädchen, alle 16-18 Jahre alt, in einem Haushalt, gibt es immer mal Stress, das ist normal und dies passierte auch uns. Allerdings hatten wir ansonsten viele wundervolle Momente, welche ich nicht missen möchte.


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