A

(4.4)

Vorbereitung auf das Austauschjahr:
Die Vorbereitung hat mir in Deutschland, so wie vor Ort in England sehr, sehr gut gefallen. Ich habe mich ausreichend informiert gefühlt auch unter dem Aspekt, dass die EF Mitarbeiter nicht jede individuelle Frage zu 100% beantworten können, da jedes Exchange Year unterschiedlich ist, es zwar Parallelen gibt, aber keine identischen Erfahrungen aus einem Katalog oder Handbuch.
Das EF-Camp in Winchester war eins der Highlights meines Auslandsjahres. Uns wurde ein phänomenaler Einstieg geboten. Für mich war es das aller erste Mal überhaupt, dass ich Fuß auf englischen Boden gesetzt habe und dank der vielen, vielen wunderbaren Menschen und Mit-Campern habe ich mich nicht allein gelassen gefühlt.

Betreuung im Schüleraustausch:
Meine Erfahrung mit Ansprechpartnern von EF (IEC und RM) war sehr zufriedenstellend. Mein IEC war fantastisch. Sie hat sich wirklich um uns gekümmert, hat uns immer versichert, dass wir sie kontaktieren können, wenn wir irgendwelche Probleme haben und hat für uns (die EF Austausch-Schüler) mehrere tolle Aktionen und Trips über das Jahr verteilt organisiert. Sie war total bodenständig und wollte immer vermieden, dass uns in unserer ländlichen Wohnumgebung nicht langweilig wird.
IECs unterscheiden sich von Region zu Region und es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass IECs als auch Regional Managers auch nur Menschen sind und kleine oder auch größere Probleme nicht einfach weg zaubern können. Man muss ihnen auch ein Stück weit entgegen kommen und Probleme wirklich ansprechen, damit eine Lösung gefunden werden kann.

Schule im Gastland:
Meine Gastschwester und Ich waren die ersten EF Austausch-Schüler, die unser College besuchten. Unser College in Peterborough war für uns oft etwas überfordern, da es weitaus größer war, als das, was wir von unseren Heimatländern gewohnt waren. Wir haben uns aber recht schnell an die Größe des Colleges, als auch den College-Alltag und das Lernsystem gewöhnt.
Allerdings haben wir uns beide manchmal gefühlt, als wüssten unsere Lehrer nicht wirklich, dass wir Austausch-Schüler waren, bzw. wurde es scheinbar nicht zu 100% verstanden, wenn wir es erklärt haben. Auch, wollte das College meine deutschen Noten der 10. Klasse für Mathematik und Englisch nicht anerkennen bzw. "übersetzen" weshalb ich neben meinem Hauptkurs (Business) noch in die untersten Level Mathe und Englisch gesteckt wurde, was mir in sofern wirklich überhaupt nichts gebracht hat, da ich mit dem Stoff dieser Level völlig unterfordert war . Auch musste ich sehr darum kämpfen, den Kurs früher zu beenden, da mein Flug nachhause früher ging, als dass der Kurs endete. Meine Lehrer haben mich dann aber stark unterstützt und mir meinen Wunsch-Abreisetermin ermöglicht. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass EF gegenüber der Schule erwähnt hätte, dass es durchaus zu so einer Situation kommen kann, als sie uns am College angemeldet haben.

Wie aber anfangs schon erwähnt, waren meine Gastschwester und ich die ersten EF Schüler an diesem College und da EF noch nicht mit dem College vertraut ist und das College noch nicht mit EF vertraut war, waren diese noch relativ milden Komplikationen ganz natürlich.

Gastfamilie:
Mit meiner Gastfamilie war ich unheimlich zufrieden.
Die Gastfamilie, der ich zuerst zugeteilt wurde, ist dann leider, schon vor Beginn meines Exchange Years, wieder abgesprungen und eine neue Familie musste gefunden werden. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich meine Gastschwester schon, da auch sie eigentlich zu dieser Familie wollte. Wir hatten daher Angst, dass wir wieder getrennt werden würden, da wir schon regelmäßigen Kontakt hatten und uns sehr gut verstanden.
Schon wenige Tage nach der Absage der ersten Familie, war auch schon eine andere gefunden und meine Gastschwester und ich blieben schlussendlich zusammen. Die Familie bestand aus einer alleinstehenden, älteren Dame, deren Kinder schon ausgezogen waren. Sie war herzallerliebst und sie und meine Gastschwester waren mit einer der aller wichtigsten Aspekte meines Austauschjahres.

Ich kann es nur jedem empfehlen, sich darauf einzulassen, mit einer Gastschwester oder einem Gastbruder in diese Erfahrung zu starten. Zusammen sind manche Situationen weniger angsteinflößend und man gewinnt eine ganz besondere Freundschaft und Verbindung, die für immer bestehen bleibt.


Geprüft von Schueleraustausch.net Alle EF Bewertungen