K

(3.6)

Ich habe in England so viel erlebt und erfahren wie in meinem ganzen Leben in Deutschland nicht. Allein die Tatsache, dass ich beinahe am Meer gewohnt habe, hat das Jahr schon um einiges schöner gemacht. Auch wenn der Strand aus Steinen war, es war wunderschön. BBQ's am Strand, Picknicke, Lunch, Spiele, Gespräche, alles mögliche. Ich habe gelernt, dass englische Möwen ganz schön dreist sein können und es davon meiner Meinung nach viel zu viele an Englands Küsten gibt.
Schule in England war sehr anders als in Deutschland. Ich habe sehr viel Disziplin und Selbstvertrauen gelernt genauso wie ich unglaublich viel Neues dazu gelernt habe. Mein Englisch hat sich jeden Tag verbessert und obwohl ich es nicht wirklich gemerkt habe wie das alles passiert ist, ist mein Englisch fleißend geworden. Ich habe mir sogar den so heiß begehrten britischen Akzent angeeignet, den ich mir so sehnlichst erhofft hatte. Ich habe dort so viel gelernt, wie noch nie zuvor, aber ich habe es auch mit so einer Leidenschaft getan, die man nur hat wenn man etwas wirklich liebt. Psychologie, Drama und Geographie haben wirklich Spaß gemacht, vor allem Drma, was ich nur empfehlen kann, auch wenn man denkt, man würde das nicht schaffen, einfach machen. Anfangs ist es natürlich peinlich und unangenehm etc. aber irgendwann macht es unglaublich Spaß, wobei es natürlich auch viel Arbeit ist, nicht nur schauspielern, sondern auch recherchieren, schreiben, sich Sachen ausdenken. Ich glaube Drama hat mir unglaublich geholfen selbstbewusster zu werden und mein Englisch zu verbessern. Aber nicht nur das, ich habe auch Tipps und Tricks für das ganze Leben gelernt und ich bin stolz auf alles was ich in diesem Unterrichtsfach geschafft habe. Die Beziehungen zu den Lehrern sind auf meiner englsichen Schule anders als auf meiner deutschen gewesen: Total Respekt aber auch ein kumpelhaftes Verhältnis waren vorhanden. Lehrer wurden als Vorbilder und/oder schon beinahe Freunde gesehen mit denen man Spaß haben konnte. Man hatte bei manchen sogar eine gleichzeitige Liebe, Hass und Angst aufgebaut. Jedenfalls habe ich das so empfunden und auch von anderen so mitbekommen.
Freunde: Da wir über 20 Austauschschüler an der gleichen Schule von EF waren, habe ich nun Freunde, die auf der ganzen Welt verteilt wohnen. Ich habe Freundschaften für das leben geschlossen, denn das was man im Ausland zusammen erlebt, das wird einen für immer verbinden. Ich weiß das sagt so gut wie jeder Austauschschüler, aber es ist wirklich wahr. Selbst wenn man mal eine Zeit land nicht in Kontakt steht, das heißt nicht, dass der andere nicht an dich denkt und du weißt, du kannst dich immer an diese andere Person wenden oder wie es bei mir war, an diese anderen ca. 20 Personen.
Ich hatte auch eine Gast Schwester, die auch eine Austauschschülerin war und wir haben uns meistens super verstanden, auch wenn es mal eine Diskussion gab, aber das ist total normal, vor allem wenn man sich ein Zimmer teilen muss. Leider hat sie sich im Gegensatz zu mir nicht so gut mit meiner Gast Familie verstanden und hat deswegen die Familie gewechselt, aber hey das kann mal passieren, manchmal ist man sich einfach nicht sehr sympathisch.Trotzdem habe ich sie jeden Tag in der Schule gesehen und habe auch außerhalb der Schule viel Zeit mit ihr verbracht.
Außerhalb der Schule bin ich realtiv viel gereist, beziehungsweise mehr als in Deutschland, da man natürlich nur für eine kurze Zeit im Austauschland ist und deswegen mehr sehen möchte. Leider habe ich nur den Süden Englands erfahren aber das war so schön, ich hätte nicht unbedingt irgendwo anders hingewollt. Meine Gastfamilie hat mich sogar für 2 Tage mit auf die Isle of Whight genommen um sie mir zu zeigen. Diese Insel ist unter England und ist total schön, ich kann es nur als Reiseziel weiterempfehlen! In London war ich wirklich oft, da es von meinem Ort aus nur 1,5 Stunden mit Zug bis dorthin gedauert hat und auch sehr billig war.

Allgemein hat mich dieses Jahr als Menschen komplett verändert. Mein Horizont ist weiter, meine Sichtweisen haben sich verändert, ich fühle mich anders, ich verhalte mich anders. Ich habe gelernt mich selbst zu lieben und mir selbst zu vertrauen. Ich traue mir so unglaublich viel zu, was ich mir vorher nie zugetraut hätte, ich mache große Pläne und bin bereit dafür alles zu geben. Ich habe gemerkt wer und was mich glücklich macht und welche Menschen ich wirklich in meinem Leben brauche. Ich bin jetzt schon zu 100 Prozent sicher, dass dieses Jahr mein ganzes Leben verändert hat und, dass ich diese Entscheidung ganz und gar nicht bereue. Wenn man Fernweh hat und unbedingt ein Auslandsjahr machen möchte, dann sollte man alles dafür tun, denn man wird erst dann glücklich, wenn man es endlich geschafft hat, wenn man weiß all das Kämpfen dafür hat sich gelohnt und wenn man von sich selbst sagen kann: Ja, ich bin ein/e Austauschschüler/in und ich bin stolz drauf!

Vorbereitung:
Es gab das Interview und nur ein Vorbereitungstreffen, auf dem Austauschjahre generell besprochen wurden, was aber trotzdem sehr hilfreich war. Es gab eine EF Mitarbeiterin, bei der ich mich bei Fragen immer melden konnte, was ich auch sehr oft getan habe und wobei sie mir auch immer sehr geholfen hat. Ich habe mehrere kleine Broschüren, Hefte, Mails und Briefe erhalten, was mir sogar auch sehr geholfen hat. Trotzdem finde ich hätte es mehr Vorbereitungstreffen geben müssen, da ich von Freundinnen, die mit anderen Orgas gefahren sind weiß, dass die noch um einiges mehr geholfen haben und das hätte ich mir auch gewünscht. Das wäre halt persönlicher gewesen und man hätte sich wahrscheinlich noch besser beraten gefühlt.

Betreuung:
Anfangs war es schon sehr gut, doch dann ist mir aufgefallen, dass sich meine Betreuer nicht viel um mich kümmern konnten, da sie beide auch noch Lehrer an meiner Schule waren und sich um noch so viele andere Dinge kümmern mussten. Außerdem haben sie ihre Pflicht nicht erfüllt mit den Austauschschülern jeden Monat unter vier Augen zu reden und sich bei Ihnen zu erkundigen wie es Ihnen geht. Das lag aber wohl auch daran, dass sie so viel beschäftigt waren. Trotzdem muss ich sagen, dass wenn man ein wirkliches Problem hatte, konnte man immer für 2 Minuten mit Ihnen reden und sie haben versucht sich darum zu kümmern.

Ansprechpartner:
Siehe Oben +
Mit meiner regionalen Managerin stand ich das ganze Jahr über in Kontakt, da ich mich sehr gut mit ihr verstanden habe und ich habe ihr auch immer erzählt, wie es mir gerade geht und was ich momentan für Pläne habe etc.

Familie:
Generell war ich sehr zufrieden mit meiner Gastfamilie. Zwischendurch gab es natürlich Phasen in denen ich nicht so gut mit Ihnen klar kam, aber die letzten Monate waren einfach nur toll. Ich hatte ein super Verhältnis zu allen (außer meinem kleinen Gast Bruder, der 8 war und immer zwischen 'ich liebe dich' und 'ich hasse dich' geschwankt ist). Ich konnte mit meiner Gast Mutter und meinem größerem Gast Bruder über sehr viel reden und lachen und sie haben mir immer geholfen wenn mal was war. Leider haben sie sehr außerhalb gewohnt, was mich ein wenig eingeschränkt hat und ich deswegen öfters auch mal ein Taxi nehmen musste, weil keine Busse mehr fuhren. Es wäre einfach schön gewesen, hätten sie mich mal öfters irgendwo hingebracht oder öfters von irgendwo abgeholt. Ansonsten sind sie oft auf mich eingegangen und ich habe mich dort wohl gefühlt.

Schule:
Ich habe meine Schule geliebt! Es hat immer total Spaß gemacht. Die Fächer waren toll, die Leute dort waren toll, die Lehrer und alles andere auch, mehr kann ich dazu nicht sagen. Es war einfach super.


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