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Erfahrungsberichte

Ohne meine Tochter...

Mit freundlicher Genehmigung des Bundes-Verlag GmbH durch den Chefredakteur Herrn Ulrich Eggers.
(Erschienen in der Zeitschrift "Family" Nr. 1/2001)

Ein Jahr Austauschschülerin in den USA:
Mutter & Tochter über das Vorher, Nachher - und Mittendrin

Ein Jahr lang die eigene Tochter nicht sehen? Für eine Mutter ein schlimmer Gedanke! Aber nun war es soweit, die Entscheidung war gefallen. Um was geht es?
Unsere Tochter Stephanie (damals 16) äußerte im vorletzten Jahr den Wunsch, nach der 10. Klasse des Gymnasiums ab Sommer 1999 ein Jahr lang in den USA die Highschool zu besuchen. Mein Mann und ich waren überrascht. Wir glaubten nicht so recht, daß sie ihre Familie und Freunde für ein Jahr verlassen würde. Aber immer wieder kam sie auf den Auslandsaufenthalt zu sprechen. Also erkundigten wir uns. Zwar hoffte mein Mutterherz noch lange, daß ich mein "kleines Mädchen" nicht hergeben müßte. Doch zugleich wußte ich, daß für Stephanie dieses Jahr viel bringen würde - Selbständigkeit, Englischkenntnisse, Horizonterweiterung und berufliche Zukunftschancen. So legte ich meine Ängste und Sorgen im Gebet in Gottes Hände.

Die Planungen begannen. Wir sprachen mit Familien, deren Kinder bereits im Ausland waren, ließen uns Adressen von Organisationen geben und forderten Prospekte an. Selbstverständlich wurden dort nur die positiven Seiten geschildert. Aber mit Bekanntwerden unserer Pläne im Verwandten- und Freundeskreis wurden wir schnell auch mit den Schattenseiten konfrontiert. Medienberichte über wahre Horrortrips und unseriöse Vermittler ließen bei uns die Alarmglocken schrillen! Bei der Wahl des Anbieters würden wir sehr kritisch vorgehen müssen. Bei einem Besuch im Amerika-Haus in Frankfurt stießen wir auf ein Buch, das uns sehr weitergeholfen hat(1). Hier wird beispielsweise empfohlen, bei Organisationen nicht nur das Gründungsjahr zu beachten, sondern auch den Zeitpunkt, seit wann sie Highschool-Programme in den USA anbieten. Auch der Preis spielt eine wichtige Rolle: Einige Anbieter werben mit Niedrigpreisen, bieten aber häufig neben den Standard-Leistungen wie Vermittlung von Schule und Gastfamilie keine zusätzlichen Leistungen an.

Gemeinsam mit Stephanie entschieden wir uns für drei Organisationen, deren Philosophie uns zusagte, die viel Erfahrung hatten und wo nach unserer Einschätzung das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Nach der Einsendung der Bewerbungsunterlagen bekam Stephanie bald eine Einladung zu einem Vorstellungs- und Prüfungsgespräch. Auch wir Eltern sollten mitkommen. Wir konnten unsere Fragen loswerden und die Organisation prüfte uns: Bei unserer Tochter wurde die Anpassungsfähigkeit getestet und wie sie mit Konflikten umgeht. Ausgiebig wurden Stephanie und wir befragt, ob wir uns im klaren darüber sind, daß unsere Tochter wirklich ein Jahr in die USA reisen möchte und uns bewußt ist, was es heißt, ein Jahr in einem fremden Land in einer fremden Familie, an einer fremden Schule unter Benutzung einer fremden Sprache zu leben - dazu gehören eben auch verständnislose Lehrer, falsche Freunde, Krach mit den Eltern, Langeweile und schlechte Laune. All das eben, was einem auch zu Hause passiert, wo aber die Eltern, der große Bruder oder die Freundin zum Trösten da wären.

Bloß nicht in die Pampa!
Als im Januar 1999 die Bestätigung für die Teilnahme am Highschool-Programm kam, begann für uns die Arbeit.

  • Umfangreiche Bewerbungsunterlagen mußten für die deutsche und amerikanische Partnerorganisation erstellt werden: Reisevertrag, fünfseitige Bewerbung, zweiseitiges Profil, Empfehlung eines Lehrers über Englischkenntnisse, Gesundheitszeugnisse, zwölf Paßfotos und weitere beschriftete Fotos aus verschiedenen Lebenslagen, Brief an die noch unbekannte Gastfamilie, Beschreibung der Tochter durch uns, Kopien der Zeugnisse der letzten vier Jahre, Übersetzung der Zeugnisse, Kopien der Geburtsurkunde und Einverständniserklärung.
  • Impfungen nach den strengen Vorgaben der USA.
  • Nach einem Gespräch mit dem Schulleiter erteilte dieser die Genehmigung für ein Jahr Schulbefreiung.
  • Vorbereitungs- und Seminartreffen.
  • Der Programmpreis (DM 9.850,--) mußte in Raten überwiesen werden.
  • Über eine Telefonliste konnte Stephanie Kontakt zu ehemaligen Teilnehmern aufnehmen.

Die spannendste Frage war: Konnte Stephanie durch ihre Unterlagen Einfluß auf die Wahl des Bundesstaates und der Gastfamilie nehmen? Mit Hilfe der Biographien, Fotos und Wünsche wurde von der amerikanischen Partnerorganisation eine passende Gastfamilie sowie im selben Distrikt ein Highschool-Platz gesucht. Außerdem erhielten mehrere Familien diese Unterlagen und entschieden sich danach für einen Gast. Hoffentlich würde Stephanie nicht in die äußerste Pampa kommen! Erstaunt war ich, als ich erfuhr, daß die Gastfamilie kein Geld für die Aufnahme erhält. Dies war also auch ein Programm für die ausländische Gastfamilie. Stephanie mußte sich als "Botschafterin ihres Heimatlandes" darauf vorbereiten, daß die Gastfamilie etwas von den Lebensgewohnheiten unserer Kultur erfahren wollte und an Informationen über unser Land interessiert war.

Aufgeregtes Warten auf die Adresse
Die Zeit des Abschiednehmens rückte näher. Öfter kamen mir jetzt die Tränen. Kurz vor den Sommerferien fand noch ein Seminarwochenende statt. Stephanie wurde über amerikanische Landes- und Gesellschaftskunde informiert, nahm an problemorientierten Rollenspielen teil und hatte die Möglichkeit, sich mit ehemaligen Schülern ausgiebig über alle Fragen zu unterhalten. Wir konnten es alle kaum erwarten, bis die Post kam mit der Adresse, allen wichtigen Informationen über die Familie und natürlich den Abflugtermin. Endlich, nach Wochen atemlosen Wartens erhielten wir Ende Juli die telefonische Nachricht, daß sich eine Familie in Wisconsin gefunden hatte. Am nächsten Tag lag die Adresse auch schriftlich vor, so daß Stephanie Kontakt aufnehmen konnte. Es hat sie große Überwindung gekostet, dort anzurufen -- zumal wir sie mit Fragen überhäuften, die sie bitte zu stellen hätte. Aber dann war alles ganz einfach. Am anderen Ende, 6.000 Kilometer weit weg, war die 17jährige Tochter der Gastfamilie am Apparat und wir hörten Stephanie ständig lachen. Danach war sie völlig aufgekratzt. Über eMail folgte ein reger Informationsaustausch. Die Gastmutter schrieb auf Stephanies Anfrage hin ausführlich, welche Erwartungen sie haben und welche Regeln in der Familie gelten. Jeder Brief endete mit dem Hinweis, daß sie sich sehr freuten, neugierig seien und es nicht mehr erwarten könnten, Stephanie kennenzulernen ... Und dann flatterten die Flugtickets ins Haus. Abflug 28. August. Noch eine Überraschungsparty mit Freunden, Gastgeschenke besorgen, Koffer packen. Stephanie bereitete sich in aller Ruhe vor. Ein wenig aufgeregt war sie. Nur ich machte Streß, hatte Angst, daß sie nicht rechtzeitig fertig würde! Zeitweise überfiel mich eine große Trauer angesichts der bevorstehenden Trennung. Gott sei Dank erfuhr ich in der Gemeinde viel Verständnis, erhielt Trost durch Bibelverse. Im Kopf war mir klar, daß es ein wertvolles Jahr für Stephanie werden würde. Aber in der letzten Stunde am Frankfurter Flughafen überwältigte uns der Trennungsschmerz doch, wir konnten die Tränen nicht zurückhalten. Und dann war sie fort.

Stephanies Briefe aus Green Bay, Wisconsin Green Bay, Wisconsin, Herbst 1999
Ich sitze im Schaukelstuhl im Wohnzimmer meines neuen Zuhauses. Vieles hier ist schon selbstverständlich geworden. Heute ist Sonntag und wir sind gerade von der Kirche nach Hause gekommen. Meine Gastfamilie sind Baptisten, und wir nehmen jeden Sonntag am Gottesdienst teil, zu dem eine Menge Jugendliche kommen. Zu ihnen gehört auch meine Gastschwester Katie. Mit ihr muß ich zwar ein Zimmer teilen, aber das macht überhaupt nichts. Kathy, meine Gastmutter , ist Lehrerin an meiner Highschool. Sie hilft mir bei den Hausaufgaben, besonders in amerikanischer Geschichte, und schaut meine Texte nach. Trotz der englischen Sprache komme ich in der Schule gut mit. Tom, mein Gastvater, erzählt gerne und erklärt mir buchstäblich alles, was ich wissen will. In der Schule spiele ich inzwischen im Tennisclub; jeden Tag anderthalb Stunden Training. Neulich habe ich in einem Spiel gegen eine andere Highschool mein Match gewonnen und wurde in den allmorgendlichen Lautsprecherdurchsagen namentlich erwähnt. Das lenkt mich etwas vom Heimweh ab ... Auch hier unterstützt meine Gastfamilie mich sehr und versteht es, wenn ich lange telefoniere. Ich habe schon viele Leute kennengelernt, aber manche Beziehungen sind nur oberflächlich. Ich bin froh, daß Katie mit mir zur Schule geht. Sie kennt auch erst wenige, weil sie noch nicht lange in Green Bay wohnen. Wir sind beide froh, daß wir uns haben.

Frankfurt am Main, Herbst 1999
Die ersten Wochen ziehen sich wie Gummi. Jeden Morgen nehme ich Stephie und ihre Gastfamilie ins Gebet. Ich versuche nicht zu oft an sie zu denken, weil ich sonst weinen muß. Wir schreiben uns viele Briefe und telefonieren miteinander. Aber das geht ins Geld. Außerdem sind die Telefonate wegen der Zeitverschiebung nur am Wochenende möglich und nicht selten ist die Leitung besetzt. Zum Glück hat ein Freund uns einen Internetanschluß eingerichtet, ich habe mir einen Computer zugelegt, mich in die Materie eingearbeitet - und jetzt läuft es wunderbar. So oft und so kurzfristig wie wir wollen, können wir nun miteinander Kontakt aufnehmen. Der Nachteil dabei ist, daß wir durch diesen direkten Draht jede Gefühlsregung, auch negative, brandaktuell mitbekommen. Ich muß der Versuchung widerstehen lernen, als Mutter Ratschläge zu geben und mich über die große Entfernung in das Tagesgeschehen einzumischen. Denn Stephie ist ja auch dort, weil sie selbständiger werden und lernen will, Konflikte allein zu bewältigen.

Green Bay, Wisconsin, Vorweihnachtszeit 1999
An "meiner" "West High" School sind alle sehr hilfsbereit. Die Lehrer fragen, ob ich alles verstanden habe und manchmal geben sie mir zusätzlich Zeit bei den Tests. Meine Mitschüler helfen mir, wenn ich sie um Hilfe bitte und wollen mehr über Deutschland erfahren. Ihre Fragen wirken gelegentlich lustig: "Gibt es in Deutschland Kaugummi?" oder "Spricht man in Deutschland englisch?" Rührend kümmert sich auch die für mich zuständige Mitarbeiterin der amerikanischen Austauschorganisation um mich, ruft oft an und fragt, wie es mir geht. Interessant ist es, mit der Gastfamilie Vergleiche zwischen unseren beiden Ländern zu ziehen. Ich war überrascht, daß es eine Menge Gemeinsamkeiten gibt - etwa die Regeln und Gewohnheiten innerhalb einer Familie. Allerdings weiß ich inzwischen, daß die Kultur hier von deutschen Einwanderern beeinflußt ist. Etwas ganz Neues für mich sind die Freizeit-Aktivitäten nach der Schule. Neben Tennis arbeitete ich mit am Bühnenbild für das Highschool-Musical "My Fair Lady". Ebenfalls neu für mich ist das emailen. Logisch, daß ich, wie Katie, viel Zeit am Computer verbringe! Natürlich vermisse ich manchmal meine Familie und meine Freunde in Deutschland. Aber wir haben ja häufig Kontakt über eMail und Telefon. Trotzdem: Es ist schwer vorstellbar, daß ich dieses Weihnachten ohne meine Familie verbringen werde. Es wird sicher eine großartige neue Erfahrung, das Fest hier zu verbringen, aber die Familie und das "Normale" wird mir fehlen. Ich werde nicht mit meinem Bruder diskutieren, ob wir nun vor der Bescherung Weihnachtslieder singen oder nicht. Ich werde Papa nicht überreden, die Eisenbahn noch einmal aufzubauen, obwohl wir doch nun groß sind. Im Januar werden wir nicht diskutieren, wann der Weihnachtsbaum wieder weggeräumt wird ... Weihnachten ohne all das?

Frankfurt am Main, Januar 2000
Advent und Weihnachten waren besonders schlimm für mich. Aber: Stephies Zeit in den USA ist ja schon zur Hälfte vorüber. Sie schreibt seltener, ist ganz eingetaucht in die andere Welt. Ihre Gastmutter Kathy schickt mir jetzt die meisten Informationen. Sie berichtet, daß sie ein gutes Verhältnis zu unserer Tochter haben, daß sie bei Lehrern und in der Jugendgruppe der Gemeinde beliebt ist und in der Schule außerordentlich gute Leistungen bringt. Ja, Kathy bedankt sich sogar, daß wir bereit waren, Stephie für ein Jahr mit ihnen zu teilen! Das zu lesen, wie gut sie aufgehoben ist, beruhigt mich sehr.

Green Bay, Wisconsin, Frühjahr 2000
"Most of all let love guide you", "You are my strength when I am weak", "Open the eyes of my heart, Lord". Das sind Lieder, die ich nie in meinem Leben vergessen werde; die mich immer wieder aufbauen, wenn ich zweifle und mir Kraft geben, wenn ich schwach bin. Mein Austauschjahr geht seinem Ende zu. Fast zehn Monate als Austauschschülerin in den USA liegen hinter mir. Ich lebe in einer Familie, die mich wie eine eigene Tochter liebt und unterstützt. Ich gehe zur Schule, wie alle anderen Jugendlichen in meinem Alter. Aber vor allem wachse ich von Tag zu Tag näher zu Gott, was für mich das Wertvollste an diesem Jahr ist. Mit meiner Gastschwester Katie bin ich zweimal die Woche in der Jugendgruppe der Gemeinde. Jeden Mittwoch leitet uns unsere Jugendband bei den Liedern. Es ist nicht selten, daß mir die Tränen kommen, weil ich so gerührt und voll von Gottes Liebe bin. Ich wünschte, daß alle meine Freunde und meine Familie aus Deutschland hier sein könnten, um Gottes Liebe so zu erfahren. Überwältigt bin ich immer wieder vom Gemeinschaftsgeist in amerikanischen Schulen: Man kann überall unser Schulmotto "Go Wildcats, go" vernehmen, und die Schulfarben lila und weiß schmücken alles, das irgendwie mit "West High" zu tun hat. Ich kann nicht glauben, daß zehn Monate so schnell vorbeigehen können! Ich habe gehört, daß es Leute in meinem Alter gibt, die unsicher sind, ob sie für mehrere Monate ins Ausland gehen sollen. Mein Tip: Macht es auf jeden Fall! Es ist eine großartige Erfahrung. Ich habe versucht, ein bißchen aus meinem Jahr hier mit euch zu teilen, aber alles in allem ist es unbeschreiblich!

Back home
Seit Juli bin ich wieder in Deutschland, nachdem ich mit meinen Eltern noch vier Wochen Urlaub in den USA gemacht habe. Der Abschied von meiner Gastfamilie und meinen Freunden war traurig. Ich vermisse Amerika sehr. Ich bemühe mich zwar, mich hier in Deutschland wieder einzuleben, an meinen "alten" Freundschaften anzuknüpfen, aber es fällt mir nicht leicht. Das Leben in Amerika scheint mir unkomplizierter, die Menschen freundlicher und offener, die Schule einfacher. Sicher kommt mein positiver Eindruck daher, daß ich in Amerika überwiegend mit Christen zusammen war. Als ich nach Hause kam, habe ich mich sofort wieder ins Alltagsleben gestürzt, bin voll beschäftigt: Schule, jobben ... und bald mache ich den Führerschein. Glücklicherweise bleibt genug Zeit, nach Amerika zu mailen, um alles Wichtige zu erfahren. Die moderne Technik verbindet mich etwas mit meiner zweiten Familie und läßt das "Heimweh" nicht so schlimm werden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß ich mir mit meinen Freunden in Deutschland Gedanken darüber gemacht haben, was wir tun würden, wenn wir uns nach diesem Jahr plötzlich nicht mehr verständen. Diese Ängste habe ich in Amerika im Gebet in Gottes Hände gelegt, und er hat für mich eine gute Mischung zwischen "alten" und "neuen" Freunden geschaffen. Das Jahr in Amerika war eines der besten in meinem bisherigen Leben. Ich verbinde damit überwiegend großartige Erinnerungen.

Frankfurt am Main, Sommer 2000
Kurz vor unserer Abreise in die USA machte ich mir Gedanken darüber, wie Stephie wohl den Abschied dort verkraften würde. Bei aller Wiedersehensfreude hatte ich auch Angst. Und in der Tat hat sie dann ihre Gastfamilie mit uns verglichen - und wir haben nicht immer gut abgeschnitten. Aber wir konnten uns ja selber vier Tage lang davon überzeugen, welch wunderbare Menschen sie sind. Nach einem herzzerreißenden Abschied fuhren wir drei Wochen mit einem Wohnmobil durch Wisconsin und Michigan, und genossen es, ausführlich zu erzählen und uns wieder aneinander zu gewöhnen. Wie hatte Stephie sich verändert: Sie trat selbstbewußter auf, sprach natürlich sehr gut Englisch und hatte auch einige Pfunde zugelegt. Zurück in Deutschland, mußte ich üben, nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen und sie als das "kleine Mädchen" zu behandeln. Gern hätte ich, daß sie Sport treibt, die Klavierstunden wieder aufnimmt, sich in der Kirchengemeinde engagiert -- aber ich habe gelernt, still zu sein. Sie ist nun meine erwachsene Tochter und muß ihren eigenen Weg gehen. Aber ich bin sicher, daß sie ihn mit Gottes Hilfe finden wird. Auf jeden Fall sind wir dankbar für die Erfahrungen des vergangenen Jahres.

Inge & Stephanie Wied leben mit Mann und Bruder in Frankfurt am Main.

Literatur:

  • "Ein Schuljahr in den USA - 68 Organisationen auf dem Prüfstand" von Christian Gundlach, Recherchen Verlag, Hamburg
  • Volker Kitz, Das USA-Gastschülerbuch., Eichborn, Frankfurt am Main
  • Max Rauner, Als Gastschüler in den USA, Verlag Reise Know-How, Ganderkeese

Organisation:

  • EUROVACANCES Youth Exchange GmbH, Rothenbaumchaussee 5, 20148 Hamburg

Von Inge und Stephanie Wied


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