 |
|
 |
Schüleraustausch - Ostdeutsche Jugendliche Vorreiter
(Berlin, 26. März 2005) Ein
Schuljahr im Ausland zu verbringen, ist der Traum vieler 16-jähriger
Schüler, die USA das beliebteste Zielland. Schüler aus Ostdeutschland
stellen mit 30 % aller Teilnehmer, gemessen an Einwohner- und Schülerzahlen,
einen überproportional großen Anteil dar. Wir befragten bis
Februar 2005 mehr als 100 Schüler und deren Eltern sowie alle deutschen
Austauschorganisationen nach dem Anteil ostdeutscher Schüler, die
ein Jahr im Ausland verbringen. Ergebnis ist, dass die neuen Bundesländer
mit knapp einem Drittel verhältnismäßig stark vertreten
sind. Die Tendenz ist steigend. Besonders die Eltern möchten ihrem
Nachwuchs das geben, was sie selbst aus politischen Gründen nicht
verwirklichen konnten: Multikulturelle Erfahrungen, sprachliche Weiterbildung
und gute Karrierechancen. Dafür sind sie auch bereit, finanziell
zurückzustecken, wenn es um die Ausbildung ihrer Kinder geht. Als
Austauschländer stehen die USA im Vordergrund - im Gegensatz zu osteuropäischen,
lateinamerikanischen oder afrikanischen Ländern, die bei westdeutschen
Schülern hoch im Kurs stehen. Auch sind Jugendliche aus den neuen
Bundesländern anpassungsbereiter, was die Situation im Ausland betrifft:
"Westdeutsche Eltern und Schüler reklamieren wesentlich häufiger
die Lebensumstände bei der Gastfamilie," stellt der Geschäftsführer
einer großen deutschen Austauschorganisation fest. Auch die Leistungen
an der Schule im Ausland sind besser - konform zur Shell Jugendstudie,
wo 28 % westdeutscher gegenüber 18 % ostdeutscher Jugendlichen versetzungsgefährdet
sind.
Die Zeitspanne, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen,
ist kurz. Sie bietet sich Schülern im Alter von 15 bis 18 Jahren.
Sie besuchen die Schule und leben bei einer Gastfamilie, die in der Regel
für Unterkunft und Verpflegung nicht bezahlt wird. Mehr als 70 Organisationen
im deutschsprachigen Raum vermitteln solche Aufenthalte, die im Durchschnitt
etwa 6.500 Euro (USA) kosten. Darin enthalten sind die Vorbereitung, Reisekosten,
Schulgebühren, Unterbringung sowie Verpflegung bei einer Gastfamilie.
Die tatsächlichen Leistungen sind aber sehr unterschiedlich. Im Buch
"Ein Schuljahr in den USA: Austauschorganisationen auf dem Prüfstand"
bieten die Autoren Christian Gundlach, ehemaliger Austauschschüler,
und Sylvia Schill, Schüleraustauschexpertin, einen Überblick
über alle deutschen Anbieter. Sie werden genau untersucht und direkt
vergleichbar präsentiert. Zahlreiche Tipps helfen bei der Entscheidung
weiter. Alles für eine erfolgreiche Bewerbung und optimale Vorbereitung,
was man für sein Geld erwarten kann, Insiderwissen zu Schule, Gastfamilie
und Freunden, Checklisten mit Preisen, geprüften Einzelleistungen
und Kurzportraits der Organisationen können im Ratgeber "Ein
Schuljahr in den USA" (Christian Gundlach, Sylvia Schill ISBN 3930902060
EUR 14,90) nachgelesen werden. Erfahrungsberichte, ein Forum sowie ein
kostenloser Newsletter für alle Austausch-Interessierten runden das
Angebot unter http://www.schueleraustausch.de ab.
|
 |
|