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Schüleraustausch im Umbruch
Unsere jüngste Umfrage unter allen deutschen Austauschorgani-
sationen macht deutlich: Die Nachfrage, ein Schuljahr in den
USA zu verbringen, sinkt. Nach Angaben der Veranstalter ist
ein Rückgang zwischen 15% und 50% zu verzeichnen. Mögliche
Gründe sind: Die USA verliert an Attraktivität (durch Politik
und als Austauschland), andere Länder oder Alternativprogramme
wie Privatschulen werden vorgezogen und die wirtschaftliche
Situation in Deutschland stellt häufiger die Finanzierung eines
Austauschjahres an sich in Frage. Gestiegen ist dagegen die
Bereitschaft um etwa 30%, ein Schuljahr in einem Land außer
den USA zu verbringen. Hier stehen besonders englischsprachige
Alternativen wie Australien, Kanada oder Neuseeland im Mittel-
punkt, aber auch asiatische Länder boomen. Nach Angaben der
Veranstalter besuchen im Schuljahr 2004/2005 rund 8.000 Schüler
eine öffentliche Schule in den USA, während es etwa 1.900
Austauschschüler in andere Länder zieht. Und eine gute Nachricht
gibt es auch: Das Schuljahr ist nicht teurer, sondern im Vergleich
zu den beiden Vorjahren günstiger geworden. Ein Grund mehr, den
Sprung über den großen Teich oder in einen anderen Kontinent
zu
wagen.
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